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GERICHT ENTSCHEIDET IN STREIT UM DIE MOZARTKUGEL
Es ist eine Geschichte, die einfach nicht endet: Weiter wird gestritten um die Herkunft der Mozartkugel. Im Sommer 2025 fand der Historiker Gerhard Ammerer ein Inserat vom 3. Februar 1881 ĂŒber die âSalzburger SpezialitĂ€t Mozartkugeln - handgefertigt von R. Baumann, Conditor, Salzburgâ.
Dessen Nachfolger Holzermayr bewarb daraufhin seine Mozartkugel mit den Worten âNach dem Originalrezept von 1880â. Nun gibt es einen Gerichtsbeschluss des Salzburger Landesgerichts vom 19. JĂ€nner, der ihm genau das verbietet. Das Gericht gab einem Antrag der CafĂ©-Konditorei FĂŒrst auf eine einstweilige VerfĂŒgung gegen Holzermayr statt. Der Beschluss sei noch nicht rechtskrĂ€ftig, hieĂ es vom Gericht.
Pikant: Die Konditorei FĂŒrst verkauft die âOriginal Salzburger Mozartkugelâ und wirbt dabei mit der Erfindung durch den Vorfahren Paul FĂŒrst im Jahr 1890. Der ausschlaggebende Punkt fĂŒr das Gericht war die Tatsache, dass das Originalrezept bisher nicht vorgelegt worden sei.
Das Unternehmen Holzermayr hat bereits reagiert und den Slogan in ânach der Tradition von 1880â geĂ€ndert. TatsĂ€chlich werden die Pralinen nicht in Salzburg, sondern im niederösterreichischen Gloggnitz produziert. Und das von der Schweizer Firma Lindt & SprĂŒngli (Austria) GmbH.
Also alles gut? Mitnichten. Die Konditorei FĂŒrst ist mit dem neuen Slogan nicht zufrieden und prĂŒft weitere rechtliche Schritte.
Kronen Zeitung (krone.at)
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ROT-WEIĂ-ROT: ĂSTERREICH HAT JETZT EIGENE TORTE
Ein OberkĂ€rntner Konditor kreierte eine âĂsterreichtorteâ und will sie vom Patentamt schĂŒtzen lassen.
Die sĂŒĂe Nachspeise ist im CafĂ© Sitzwohl in Seeboden zu finden und soll vom österreichischen Patentamt sogar geschĂŒtzt werden: âDie Idee zu einer rot-weiĂ-roten ,Ăsterreichtorteâ ist mir schon im Vorjahr gekommen, weil wir viele JubilĂ€en in unserem Land hatten â wie 80 Jahre Kriegsende, 70 Jahre Staatsvertragâ, erzĂ€hlt Lokal-EigentĂŒmer Christoph Hinteregger.
Und so hat der Konditor nachrecherchiert, ob es bereits eine solche Torte in unserem Land gibt â und wie man diese marken- und designrechtlich ĂŒberhaupt schĂŒtzen könnte. âSogar am Patentamt war der Jurist sehr erfreut und hat sich sehr hilfreich eingebrachtâ, erinnert sich Hinteregger, der selbst ĂŒberrascht war.
Was dem Seebodener und seiner Lebenspartnerin Karin BĂŒrger bei der Herstellung wichtig ist: âDie Torte enthĂ€lt ausschlieĂlich Zutaten, die in Ăsterreich erhĂ€ltlich sind.â
So ist der zweischichtige Biskuitteig mit roten RĂŒben und Lebensmittelfarbe eingefĂ€rbt. Die Topfenmasse dazwischen bleibt weiĂ. Das Ganze soll dann die Ăsterreich-Fahne darstellen â sie kommt erst zum Vorschein, wenn die Torte angeschnitten wird. Der obere Teil besteht aus Himbeeren oder Erdbeeren. âEs ist eine Abwandlung der Topfentorte.â
Laut Inhaber zĂ€hlt die neue Mehlspeise als âeine der beliebtesten und bestverkauften Produkte im Lokalâ. Um 4,80 Euro ist sie als StĂŒck und um 54 Euro im Ganzen im CafĂ© Sitzwohl erhĂ€ltlich.
âDamit will ich einen Beitrag zur vielfĂ€ltigen österreichischen MehlspeisenkĂŒche leistenâ, so der 57-JĂ€hrige. Er wĂŒnscht sich, âdass die Torte einmal bei StaatsempfĂ€ngen neben Sachertorte und Salzburger Nockerl zu sehen istâ.
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EINSERMENĂ, BITTE! SCHAMPUS UND AUSTERN AM WĂRSTELSTAND
Bosna auf Papptellern aus Porzellan: Beim WĂŒrstelstand "Alles Wurscht" ist alles etwas anders, der Imbiss bleibt aber ein Wiener Original. Am Börseplat bildet sich fast tĂ€glich eine 15 Meter lange Schlange. Angestanden wird vor dem etwas anderen Wiener WĂŒrstelstand "Alles Wurscht" fĂŒr heiĂe, aber nicht fettige Calamari Fritti (8,90 Euro), perfekt gewĂŒrztes Beef Tatar mit Butterbrioche von Ăfferl (10,90 Euro) und TrĂŒffelpommes (5,50 Euro). "Das ist unser EinsermenĂŒ", scherzt Koch Sebastian Neuschler, der als Salzburger ein Wiener Kulturgut neu belebt. In der Hauptstadt lebt er bereits seit 20 Jahren: "Aber ein bissl Bauer habe ich mir erhalten." Im "Alles Wurscht" steht er Dienstag bis Samstag von 11 bis 17 Uhr, fĂŒr die Silvesternacht hat Neuschler aber etwas Besonderes geplant.
FĂŒr den Jahreswechsel ist bis zur verordneten Sperrstunde um 22 Uhr geöffnet â obwohl Take-away auch lĂ€nger erlaubt wĂ€re: "Ich verzichte und bin lieber mit den Kollegen solidarisch, die nicht offen halten können", so der Chefkoch. EingekĂŒhlt sind fĂŒr seine SilvestergĂ€ste schon Kaviar und die Champagnerflaschen von Perrier Joet (33 Euro), frische Austern werden am Freitag vom Fischmarkt geholt. Serviert wird alles auf Papptellern aus Porzellan.
"Alles Wurscht" ist aber alles andere als ein Imbiss fĂŒr das typische Klientel des 1. Bezirks. Mit Arbeitern von den Baustellen der Umgebung hat man sich bereits angefreundet, mit jedem Gast wird SchmĂ€h gefĂŒhrt. Auch Wurst spielt trotz des Namens eine Rolle: Auf der Karte stehen Ochsen KĂ€sekrainer (4,90 Euro), Hot Dog (ab 3,90 Euro) sowie LeberkĂ€se (ab 2,80). Die Bosna (ab 4,50 Euro) gibt es auch in vegan von "Hut & Stiel" aus KrĂ€uterseitlingen und Shiitake.
Nach einigen erfolgreichen Gastro-Projekten ("Superstrada 18" und "das Ferment") hat Chefkoch Neuschler auch seinem letzten Lokal, der "MarktlĂŒcke" fĂŒr den WĂŒrstelstand den RĂŒcken gekehrt: "Ich bin heilfroh, kein Restaurant mehr zu haben. Das Virus und Omikron werden uns noch eine Weile keine Ruhe geben. Take-away und Street Food ist die Zukunft", so der erfahrene Gastronom.
In seinem Imbiss setzt er auf MĂŒllvermeidung und Hausgemachtes: Saucen, Limonaden und selbst Saures (Kimchi und fermentierte Radieschen) werden selbst hergestellt. Damit kein Dosen- und PlastikmĂŒll anfĂ€llt, wird Bier frisch gezapft und restliche GetrĂ€nke ausschlieĂlich in Flaschen verkauft. Bei "Alles Wurscht" ist nicht alles traditionell â und das ist gut so.
Alles Wurscht auf Facebook (facebook.com)
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AIDA SUCHT NEUEN NAMEN FĂR "INDIANER"
Nach dem "Mohr im Hemd" geht es nun der nĂ€chsten umstrittenen SĂŒĂspeise an den Kragen. Der "Indianer" hat ausgedient. Der glacierte Krapfen mit Schlagobers wird nun "auf vielfachen Wunsch unserer StammgĂ€ste" in der Traditions-Konditorei Aida wieder angeboten. Einzig die umstrittene Bezeichnung "Indianer" will der Mehlspeisen-Tempel nun Ă€ndern.
"Da wir diesen Namen nicht mehr als zeitgemÀà erachten, suchen wir einen neuen", lĂ€sst Aida auf Facebook wissen. Eben dort dĂŒrfen Naschkatzen nun auch ihre Ideen einbringen. Am 14. Dezember soll um 12.00 Uhr bekanntgegeben werden, wie die köstliche Kalorienbombe dann getauft wird.
Die Reaktionen der User auf das Ende des "Indianers" sind jedoch nicht alle sĂŒĂ. "Sehr schade, dass die grassierende Political Correctness in alle Lebensbereiche eingreift", Ă€rgert sich ein Leser. "Ihre Mitarbeiter haben so schöne Kleidung an, der rosa Rock... das ist eine Zeitreise! Warum dann nicht beim 'Indianer' bleiben?", wĂŒnscht sich eine Andere. "Man sollte die Kirche im Dorf lassen und nicht jedem Trend hinterherhecheln", ergĂ€nzt eine weitere Userin.
Dagegen halten viele andere Naschkatzen, wie etwa eine Wienerin: "Bitte unbedingt umbenennen und nicht auf die Ewiggestrigen hören. Danke, dass ihr nicht so seid." Ob sich VorschlĂ€ge wie "Schokoburger", "Schokowolke" oder "Schokoknopf" durchsetzen, bleibt einstweilen noch ein sĂŒĂes Geheimnis.
Aida auf Facebook (facebook.com)
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WEINBAUERN LASSEN DEN DOPPLER WIEDER AUFLEBEN
Der kultige Doppler ist in der Steiermark quasi âausgestorbenâ. Mit feinen Tröpferln statt Massenware wollen Winzer aus ihn jetzt wieder salonfĂ€hig machen. Der SĂŒdsteirer Michi Lorenz ist Teil der âDoppleraffĂ€reâ. Es braucht schon groĂe Pranken und Kraft im Arm, um Wein aus dem Doppler einhĂ€ndig auszuschenken: Viele Steirer erinnern sich noch an die Zeiten, als die grĂŒnen Zwei-Liter-Flaschen in jedem Wirtshaus und Buschenschank zum Inventar gehörten.
Feine Tröpferl statt âSchĂ€delweh-Weinâ - Die nostalgischen Erinnerungen werden vielleicht nur vom schwefeligen Beigeschmack und Kopfweh getrĂŒbt, denn im Doppler verbarg sich meist Tafelwein von nicht allzu berauschender QualitĂ€t. Dass das GroĂformat in der Steiermark in den letzten Jahren so gut wie verschwunden ist, ist auch der QualitĂ€tsoffensive des steirischen Weins geschuldet. Kultstatus hat die âAustro-Magnumâ aber immer noch.
Deswegen haben sich 16â
österreichische Winzer unter dem Motto âDoppleraffĂ€reâ zusammengetan, um das gute alte GroĂformat wieder hochleben zu lassen - allerdings mit feinen Tröpferln statt mit âSchĂ€delweh-Weinâ.
Einer von zwei Steirern unter ihnen ist Michi Lorenz vom gleichnamigen Weingut in Kitzeck im Sausal (Bezirk Leibnitz). Er bewirtschaftet 16 Hektar WeingĂ€rten in besten Lagen - alles bio und möglichst naturbelassen. Ein Teil der Ausbeute des Jahrgangs 2020 fand erstmals wieder den Weg in die Zwei-Liter-Flasche. âDer Doppler ist österreichisches Kulturgut. Und GroĂflaschen sind ja gerade in, wenn man nur an das französische Magnum-Format denkt.â
Bio-Weinbauer Michi Lorenz: "Ich habe unterschĂ€tzt, wie viele Leute besondere Erinnerungen an den Doppler haben. Da spielt sehr viel Nostalgie mit. Heute ist das GroĂformat auch ein super Partygag."
In Winzer-Kreisen habe es fĂŒr die Idee anfangs auch Skepsis und Kritik gehagelt. âViele haben die Idee nicht ganz verstanden: Wir wollen damit ja nicht die Welt erobern, es ist schon auch als Gag zu verstehen. Aber: Es ist QualitĂ€t drinnen!â
Lorenz hat fĂŒr den Anfang drei Sorten in 2000 Doppler-Flaschen gefĂŒllt: Welschriesling, Sauvignon Blanc und WeiĂburgunder. Dabei war es gar nicht so leicht, ĂŒberhaupt Flaschen zu finden: âDie werden ja nicht mehr produziert. Aber es sind noch genug alte Flaschen im Umlauf.â Auch die AbfĂŒllung erfolgte in Handarbeit - die dafĂŒr ĂŒblichen Maschinen sind in der Steiermark fĂŒr den Doppler nicht mehr gerĂŒstet ...
Kultformat: Winzer machen sich fĂŒr Doppler-Comeback stark (falstaff.at)
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EXOTEN IN KĂRNTEN: DER ZITRUSGARTEN IN FAAK
Einzigartig und herrlich duftend, so prĂ€sentieren sich am Faaker See die vielen Pflanzen im Zitrusgarten - ein Paradies fĂŒr alle Botaniker. Ăber 300 verschiedene ZitrusbĂ€ume nennt Michael Ceron sein Eigen. âVon Zitronen ĂŒber Orangen bis hin zu Clementinen, bei uns ist alles dabeiâ, erzĂ€hlt stolz der Bio-Zitronenbauer. Das merken auch die Besucher bereits bei der Ankunft im Zitrusgarten. GrĂŒn - viel GrĂŒn. Dazwischen leuchten gelbe und orange FrĂŒchte heraus. Anfangs mag es den Anschein haben, die BĂ€ume seien alle gleich. Ein Irrtum. Beim Lesen der einzelnen ErklĂ€rungstafeln merkt der Besucher rasch: Jeder Baum ist einzigartig.
âWir haben hier einen botanischen Garten geschaffen, in dem antike Sorten aus den Medici-Sammlungen des 16. Jahrhunderts zu bestaunen sindâ, erklĂ€rt Ceron, wĂ€hrend wir an den dufteten BĂ€umen vorbeischlendern: âEs sind auch seltene Arten und exotische StĂŒcke aus dem Fernen Osten, aber ebenfalls neuere Sorten aus der australischen HemisphĂ€re dabei.â
In der Mitte des Areals lĂ€dt das groĂe GewĂ€chshaus zu einer kleinen Rast ein. Und wieder GrĂŒn - viel GrĂŒn. Besonders beeindruckend ist ein 55 Jahre alter Zitronenbaum, den der Experte hegt und pflegt. Am Ende der exotischen Reise wartet auf uns im Bio-Shop eine riesige Auswahl an verarbeiteten ZitrusfrĂŒchten. Eine spannende Reise fĂŒr Nase, Augen und Gaumen.
Zitrusgarten (zitrusgarten.at)
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DER SCHWINDEL BOOMT: LEBENSMITTELBETRĂGER ENTLARVT
Teure Erdbeeren aus der Region, die tatsĂ€chlich gar nicht von dort sind. Oder bestes Olivenöl aus Italien, fĂŒr das Oliven von ganz woanders verarbeitet wurden. Der Schwindel mit der Herkunft von Lebensmitteln boomt. Forscher aus der Schweiz haben jetzt eine Methode entwickelt, diesem Betrug ein Ende zu setzen.
Lebensmittel mit falscher Herkunftsangabe sind nicht nur Ă€rgerlich fĂŒr jeden, der sie kauft. Sie sind auch wirtschaftlich ein Problem. Der Schaden wird auf weltweit mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr geschĂ€tzt. Botaniker der UniversitĂ€t Basel haben eine Methode entwickelt, BetrĂŒger zu entlarven: Das Wasser in Lebensmitteln verrĂ€t genau, woher sie stammen. Dabei ist das VerhĂ€ltnis der Sauerstoffisotope â etwa in einer Frucht â wie ein Fingerabdruck des Herkunftsorts. Die Fachleute sprechen vom âDelta-O-18-Wertâ.
Bisher galten solche Verfahren als teuer und aufwendig, weil Vergleichsdaten der Regionen benötigt wurden, die infrage kommen. Stattdessen haben Forscher jetzt ein Modell entwickelt, das die benötigten Daten aus Wetterdatenbanken erstellt.
So bestimmten sie bereits die echte Herkunft von Erdbeeren. âMit geringfĂŒgigen Anpassungen der Parameter kann unser Modell zur Bestimmung aller pflanzlichen Produkte genutzt werden â auch von Holzâ, erklĂ€rt Studienleiter Ansgar Kahmen.
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VIELE EIERSCHWAMMERL, KAUM PILZE
Heuer ist ein Schwammerl-Jahr, kein Pilz Jahr. Das heiĂt, viele Eierschwammerl (Pfifferlinge), kaum Pilze (Steinpilze, Herrenpilze, Parasol, etc.). Das zeigt zumindest unser Bauernmarkt. Aber ein schöner Herbst kann noch viel Ă€ndern.
Ich freue mich jedes Jahr auf die Schwammerl- und Pilzsaison. Gerade eben war ich mit meiner Liebsten im Gasthof Landplatz'l auf "geröstete Eierschwammerl" ... ein Gedicht!
Gerichte mit Eierschwammerl sind relativ einfach selbst zu bewerkstelligen, brauchen nicht viel Zeit und sind immer ein kulinarischer Höhepunkt. Selbst sautierte Eierschwammerln im Salat sind herrlich.
Viel Eierschwammerl auf einmal, sollte man aber nicht essen. Denn sie sind schwer verdaulich und können lang im Magen liegen. Speziell am Abend ist ZurĂŒckhaltung angebracht. Aber ehrlich, wer kann Eierschwammerl a la Creme oder Eierschwammerlgulasch ablehnen? Man wĂŒrde zu viel verpassen!
Also, lasst's euch die Schwammerl gut schmecken!
... alles ĂŒber Eierschwammerl auf ISS-XUND!
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200 TAFELN KONZENTRIERT AUF 10 GRAMM: DIESE SCHOKOLADE WIRD GESCHNĂFFELT
Ein deutsches Start-up hat die weltweit erste Riechschokolade entwickelt - diese wird durch die Nase eingenommen. Diese Schokolade macht garantiert nicht dick, dafĂŒr soll sie aber mindestens genauso glĂŒcklich machen. Das deutsche Biotech Start-up Yabbaduu hat, wie es selbst sagt, eine "Schokoladendroge" entwickelt, die ĂŒber die Nase wirkt.
"Der Weg zum Gehirn geht durch die Nase", erklĂ€rt Fabian List, einer der GrĂŒnder. âWir haben in einem aufwendigen Verfahren den Duft von biologisch angebauten Kakaobohnen extrahiert. Yabbaduu wird unter die Nase und auf dem Nasensteg einmassiert. Der nach Schokolade riechende Balm aktiviert Opioidrezeptoren im Gehirn und löst sofort GlĂŒcksgefĂŒhle aus.â
Bisher haben schon etliche Studien belegt, dass schon alleine der Duft von Schokolade Dopamin und Endorphine freisetzt. In einer 10g Dose stecken 200 Tafeln Schokolade, die diesen Effekt auslösen sollen. Den Herstellern zufolge reicht eine Dose fĂŒr 200 Anwendungen, die jeweils eine Stunde anhalten.
Yabbaduu - Die kleine Dose GlĂŒck (yabbaduu.de)
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DER "GEFĂHRLICHSTE KĂSE DER WELT" IST WOHL AUCH DER EKLIGSTE
Auf Sardinien gilt der Casu Marzu als SpezialitĂ€t, aber eigentlich ist er in der gesamten EuropĂ€ischen Union verboten. Es drohen drakonische Strafen. Unter den Einheimischen der Mittelmeerinsel ist dieser ganz besondere KĂ€se extrem beliebt. Sie sind mit dem Geschmack des Casu Marzu aufgewachsen und lieben ihn. Bei den meisten Touristen dĂŒrfte diese SpezialitĂ€t allerdings gleich mehrfachen Brechreiz auslösen.
Casu Marzu heiĂt ĂŒbersetzt "verdorbener KĂ€se". Dabei geht es allerdings nicht nicht um ein mit Edelschimmel durchsetztes Milchprodukt. Dieses besondere Gusto-StĂŒckerl verdankt laut "CafeBabel" seine cremigen Konsistenz und den markanten Geschmack tausenden Larven der KĂ€sefliege. Schneidet man den KĂ€selaib auf, springen einem diese beinahe in den Mund.
Der SchafsmilchkĂ€se wird nĂ€mlich bei seiner zwei bis drei Monaten dauernden Reifung von den Maden von innen heraus gefressen â und auch wieder ausgeschieden. Erst durch diesen Prozess erhĂ€lt er seine charakteristischen Eigenschaften. Im Gegensatz zu den Sarden hĂ€lt man in der EuropĂ€ischen Union von derart lebendigem Essen nur wenig.
Deshalb sind sowohl die Herstellung als auch der Verkauf des MadenkÀses bereits seit mehr als 15 Jahren verboten. VerkÀufern droht eine drakonische Strafe von bis zu 50.000 Euro, aber auch der KÀufer macht sich strafbar.
Eine der hĂ€ufig geĂ€uĂerten BefĂŒrchtungen: die verschluckten Larven â sie werden lebendig mitgegessen â könnten sich durch die WĂ€nde des menschlichen Darms fressen und die Gesundheit gefĂ€hrden. Erbrechen wĂ€re da dann das geringste Ăbel.
Durch dieses Horror-Szenario bekam der Casu Marzu ĂŒber die Jahre den Titel des "gefĂ€hrlichsten KĂ€ses" der Welt. FĂŒr die Liebhaber ist das ein reines SchauermĂ€rchen: "Das stimmt nicht. Ansonsten wĂ€ren wir alle voller Maden, weil wir diesen KĂ€se schon unser ganzes Leben lang essen", so SchafzĂŒchter Simone Ibba in einem PortrĂ€t des YouTube-Kanals "Great Big Story".
Er produziert die traditionelle SpezialitĂ€t weiterhin nach einem alten Familienrezept fĂŒr den Eigengebrauch. Allerdings geht das Wissen darĂŒber langsam verloren, nur noch wenige sind in die Geheimnisse um die Herstellung eingeweiht. Zumindest seine Verwandtschaft kann nicht genug davon bekommen: "Casu Marzu mit Prosciutto und einer dĂŒnnen Scheibe Melone â einfach himmlisch".
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LEBERKAS-KALENDER MACHT UNS DEN MUND WĂSSRIG
Tierbilder und nackte Frauen sind out: Trendsetter hÀngen sich LeberkÀse an die Wand!
Optischer Leckerbissen fĂŒr alle Fans des Deftigen: Der Leberkas-Kalender hat sich binnen kĂŒrzester Zeit zum Verkaufsschlager gemausert. Die erste Auflage von 1.000 StĂŒck ist bereits vergriffen, jetzt wird nachgedruckt. "Ich hatte 5.000 Euro in den Kalender investiert und eigentlich damit gerechnet, auf ihm sitzen zu bleiben", erzĂ€hlt Initiator Daniel Wildfeuer.
Der Bayer kam schon vor zwei Jahren im GesprĂ€ch mit einem Freund auf die Idee. "Wir haben ĂŒber Kalender mit Tieren und nackten Frauen gesprochen und sind zum Schluss gekommen, dass wir uns höchstens einen Kalender mit LeberkĂ€se an die Wand hĂ€ngen wĂŒrden."
Nun wurde der Traum vom urigen Semmerl-Kalender mithilfe eines professionellen Fotostudios in die Tat umgesetzt. Zu sehen sind LeberkĂ€se-Semmeln in allen AusprĂ€gungen vor unterschiedlichen HintergrĂŒnden. Detail am Rande: Den Oktober gibt's zweimal, mit sĂŒĂem und mit scharfem Senf. Wildfeuer betont: "Ich persönlich esse die LeberkĂ€se-Semmel aber nur mit scharfem Senf."
Hier kann der Leberkas-Kalender 2022 bestellt werden: (meinherzschlag.de)
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ESSEN AUF INSTAGRAM: DAS âSCHMECKTâ DEM NETZ
Menschen, die ihr Essen fotografieren und ins Internet stellen, kann man mögen. Oder eben nicht. Tatsache ist allerdings auch, dass tĂ€glich Millionen Bilder von diversen Speisen in sozialen Netzwerken kursieren â allen voran auf Instagram. Hier zeigt sich: Pizza ist weltweit das beliebteste Motiv, in Ăsterreich das Schnitzerl.
Frisch aus der Pfanne auf den Teller, garniert mit einem Blatt Salat und eventuell Preiselbeeren â da bleibt einem ja fast nichts anderes ĂŒbrig, als das Handy zu zĂŒcken und ein Bild der kulinarischen Errungenschaft unter dem Hashtag #schnitzel hochzuladen. Mehr als 126.000-mal wurde der # bereits vor den âBröselteppichâ gesetzt.
Auf den PlĂ€tzen zwei und drei folgen der Germknödel sowie der Tafelspitz. Das Backhendl muss sich mit dem undankbaren vierten Platz begnĂŒgen.
Ăberraschend in die Top 10 hat es hingegen die Klachelsuppe geschafft. Wessen Gaumen bisher noch nicht das VergnĂŒgen mit der steirisch-kĂ€rntnerischen SpezialitĂ€t hatte: Es handelt sich dabei um eine Einbrenn-Suppe mit klein geschnittenen StĂŒcken der Schweinsstelze und GemĂŒse. Fotos davon gibtâs eh auf Instagram ...
Weltweit hat die Pizza mit sagenhaften 86 Millionen # die Nase weit vorn, Sushi liegt mit ânurâ 45 Millionen abgeschlagen auf Platz 2.
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33% DER HANDELS-GĂTEZEICHEN FIELEN BEI TEST DURCH
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die 31 wichtigsten GĂŒtezeichen fĂŒr Lebensmittel, die von den zehn gröĂten österreichischen Supermarktketten verwendet werden, unter die Lupe genommen. Auch drei Jahre nach dem ersten Ratgeber 2018 ist das Ergebnis unerfreulich: Ein Drittel der im Handel verbreiteten GĂŒtezeichen fallen durch. Diese sind vor allem globale Kennzeichnungen wie etwa das Palmöllabel RSPO oder das Fisch-Siegel MSC. Mittlerweile soll es ĂŒber 460 internationale GĂŒtezeichen geben, die in 200 LĂ€ndern operieren.
Regionale Zeichen wie Bio Austria und AMA Bio hingegen werden tendenziell als vertrauenswĂŒrdig eingestuft. ZusĂ€tzlich wurden 14 Biomarken von Handelsketten bewertet. Auch hier gibt es aus Umweltsicht keine Bedenken.
Von den insgesamt 31 ĂŒberprĂŒften GĂŒtezeichen hat Greenpeace vier rot, also absolut nicht vertrauenswĂŒrdig, vier orange, also wenig vertrauenswĂŒrdig und zwei gelb und somit nur bedingt vertrauenswĂŒrdig eingestuft. Vor allem bei globalen Kennzeichnungen ist Vorsicht geboten. âAnstatt das Problem der weltweiten Ăberfischung oder der Regenwaldzerstörung zu stoppen, treiben Kennzeichnungen wie das Palmöl-Label RSPO und das Meeresfisch-Siegel MSC den Konsum von umweltzerstörenden Produkten immer weiter voranâ, so Lisa Panhuber von Greenpeace.
Statt Umweltschutz steht dort wirtschaftlicher Wachstum an erster Stelle. Innerhalb von zehn Jahren ist etwa die AnbauflĂ€che von RSPO um das Sechsfache auf 4,4 Millionen Hektar-FlĂ€che gewachsen, das entspricht etwa der HĂ€lfte der GesamtflĂ€che von Ăsterreich. In Ăsterreich werden mittlerweile laut GrĂŒnem Bericht des Landwirtschaftsministeriums 18 Kilogramm Palmöl etwa fĂŒr Fertiggerichte und Schokolade pro Jahr und Person verbraucht.
Die Anzahl sogenannter âĂko-Labelsâ ist weltweit seit der EinfĂŒhrung des ersten GĂŒtezeichens (Blauer Engel) Ende der 1970er Jahre rasant gestiegen. Mittlerweile wird geschĂ€tzt, dass es ĂŒber 460 internationale GĂŒtezeichen gibt, die in 200 LĂ€ndern operieren. In Ăsterreich gibt es rund 200 GĂŒtezeichen, die scheinbar nachhaltige Lebensmittel kennzeichnen.
Auch das Angebot an zertifizierten Fisch-Produkten ist gewachsen: Mittlerweile tragen 65 bis 90 Prozent der TiefkĂŒhl-Fischprodukte in den heimischen SupermĂ€rkten das MSC- oder ASC-Zeichen. Doch obwohl die FischbestĂ€nde in den Meeren zu 90 Prozent als ĂŒberfischt oder bis an die Grenze befischt gelten, zertifiziert MSC laufend neue Fischereien.
(greenpeace.at) der Greenpeace-Bericht im PDF-Format
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DER LETZTE SPARGEL DES JAHRES ...
Es ist jedes Jahr ein wenig Wehmut dabei, wenn die Spargelzeit sich dem Ende neigt. "Der letzte Spargel heuer!", sagte Frau Heidi am Bauernmarkt zu mir und ich kaufte natĂŒrlich ein.
Zuhause machte ich mir Spargel mit steirischem Rohschinken, Ruccola und etwas Basilikumpesto. DarĂŒber frisch geriebener Parmesan. Ich tischte es mir auf mit etwas Baquette und einen leichten, jungen Sauvignon Blanc ... ebenfalls aus der Steiermark.
Obwohl, wie gesagt, etwas Wehmut dabei ist, finde ich es gut, dass es gewisse Dinge wie Spargel nur eine kurze Zeit im Jahr gibt. Man lernt es schÀtzen und man freut sich wieder darauf, wenn im nÀchsten Jahr, so unser Wettergott will, im Mai der frische Spargel auf den Markt kommt.
Bis dahin trĂ€ume ich von dem feinen, leicht sĂ€uerlichen Geschmack, der den Spargel so einzigartig macht. Es war ein Festessen fĂŒr mich und ein wĂŒrdiger Abschied fĂŒr dieses Jahr ...
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BRĂSSEL WILL ZUGABE VON WASSER IN WEIN ERLAUBEN
Der Aktionsplan der EU zur âVerbesserung der Gesundheit der europĂ€ischen BĂŒrgerâ sieht vor, dass Winzer ihren Weinen kĂŒnftig durch die Zugabe von Wasser Alkohol entziehen dĂŒrfen. Dagegen lĂ€uft der italienische Landwirtschaftsverband Coldiretti nun Sturm und warnt vor einem âMega-Betrugâ auf Kosten der Verbraucher, denen man âverwĂ€sserten Weinâ verkaufen wĂŒrde. Wenn BrĂŒssel grĂŒnes Licht fĂŒr diese Praktik gibt, wĂŒrde das einen âsehr gefĂ€hrlichen PrĂ€zedenzfallâ darstellen, der die IdentitĂ€t des italienischen und europĂ€ischen Weins gefĂ€hrde.
âDie in Europa geltende gesetzliche Definition von Wein sieht das Verbot der Zugabe von Wasser vorâ, warnte VerbandsprĂ€sident Ettore Prandini. âAll dies ist Teil einer besorgniserregenden Situation fĂŒr den Weinsektor, weil die EU-Kommission sogar Wein aus den Förderprogrammen fĂŒr Agrar- und Lebensmittelprodukte streichen könnte, wahrscheinlich um die neuen verwĂ€sserten GetrĂ€nke zu begĂŒnstigenâ, so Prandini
âDer Vorschlag der VerwĂ€sserung des Weins ist ein weiterer Schlag, nachdem BrĂŒssel bereits die Zugabe von Zucker in den nordeuropĂ€ischen LĂ€ndern legalisiert hat. Die EU hat auch grĂŒnes Licht fĂŒr Wein ,ohne Traubenâ gegeben, das heiĂt, hergestellt durch die GĂ€rung von FrĂŒchten, von Himbeeren bis zu Johannisbeerenâ, klagte Coldiretti.
Die Regierung von Premier Mario Draghi unterstĂŒtzt das Anliegen des italienischen Landwirtschaftsverbands. âWir werden uns gegen BrĂŒssels PlĂ€ne entschieden wehrenâ, versicherte Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli. Senator Dario Stefano, PrĂ€sident der parlamentarischen Kommission fĂŒr Europa-Politik, warnte vor âVerwirrung auf dem Marktâ, sollte der Plan BrĂŒssels umgesetzt werden.
Die Gefahr von FĂ€lschungen zum Nachteil der Verbraucher sei groĂ. Die Verwendung des Begriffs âWeinâ auf dem Etikett sei mit einem jahrhundertealten Prozess der Umwandlung von Trauben in Most und dann in Wein verbunden. âDie PlĂ€ne BrĂŒssels wĂ€ren, wenn umgesetzt, ein Schlag ins Gesicht fĂŒr die vielen Arbeiter in diesem Sektor, der in Italien einen Umsatz von elf Milliarden Euro generiertâ, meinte Stefano.
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GESUNDES GĂNSTIG UND UNGESUNDES TEURER
SupermĂ€rkte in den Niederlanden starten jetzt ein Experiment: Mittels ein paar MaĂnahmen sollen sich Kunden kĂŒnftig gesĂŒnder ernĂ€hren.
Nicht nur, dass ungesunde Lebensmittel mit ihren groĂen Mengen an Fett, Salz und Zucker meistens besser schmecken, sie sind auch gĂŒnstiger. Unglaublich, aber wahr: Die Zutaten fĂŒr einen simplen Salat kosten manchmal mehr als drei TiefkĂŒhlpizzen. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Kunden viele ungesunde Produkte kaufen. Dem will jetzt die niederlĂ€ndische Supermarktkette Coop entgegenwirken.
In acht Filialen des Landes will man fĂŒr ein Jahr lang ein ganz spezielles Experiment wagen: GemĂŒse, Obst und gesunde, möglichst unverarbeitete Produkte werden billiger, Ungesundes und Kalorienreiches wird teurer. Zudem tauschen die Waren ihre PlĂ€tze im Regal, sprich die gesunden Lebensmittel werden auf Augenhöhe platziert.
Auch im Kassenbereich wird das Sortiment verĂ€ndert: Statt Snacks und Zigaretten werden hier Knabbereien wie ungesalzene NĂŒsse angeboten. Und ĂŒberall neben empfehlenswerten Produkten prangt ein Sticker am Regal, der einen nach oben gereckten Daumen zeigt. Ob diese Taktik tatsĂ€chlich dazu fĂŒhrt, dass sich die Kundschaft gesĂŒnder ernĂ€hrt, sollen Wissenschaftler herausfinden.
Die Forscher haben dabei die Freiheit, Preise jederzeit zu verĂ€ndern und anzupassen. "Wir bieten die ungesĂŒnderen KĂ€sesorten etwas teurer und die gesĂŒnderen etwas billiger an. Mit einem Schild machen wir auf die vorĂŒbergehende Preissenkung aufmerksam. Es ist einzigartig, dass wir dies als Forscher tun dĂŒrfen", erklĂ€rte Josine Stuber, die Teil des wissenschaftlichen Projektteams ist.
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GENUSSLAND STEIERMARK
Kein anderes österreichisches Bundesland kann mit einer so groĂen Vielzahl an kulinarischen SpezialitĂ€ten aufwarten wie die Steiermark. Kernöl, Kren, KĂ€ferbohnen, SteirerkĂ€se, Murbodner Rind, Vulcano-Schinken, Wein, EdelbrĂ€nde, Ăpfel - die Liste an SpezialitĂ€ten, die zu Markenzeichen von steirischen Regionen wurden, ist lang. Nicht umsonst hat die Steiermark den Beinamen "Feinkostladen Ăsterreichs" bekommen. Der "Geschmack des Landes" ist in der Steiermark zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor und zu einer tragenden SĂ€ule des Tourismus geworden.
Im November 2018 von ORF-Steiermark produziert, bin ich bei YouTube darauf gestoĂen. Das Video ist aktueller den je, denn es zeigt, wie innovativ und reichhaltig die Lebensmittelproduktion in der Steiermark ist. Gerade jetzt ist es wichtig, die heimische Lebensmittelproduktion, vor allem Klein-, Mittelbetriebe und Bauern zu fördern.
Ein sehenswertes und informatives Video fĂŒr alle die GenuĂ lieben, dazu wunderschöne Bilder aus der Steiermark!
Der Link zum Video.
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WEINBAUERN KĂMPFEN MIT ABSATZPROBLEMEN
Im Vorjahr haben die steirischen Weinbauern 26 Mio. Liter Wein produziert, der noch in ihren Weinkellern liegt. Derzeit beginnt der Verkauf des Jahrgangs 2020, und das stellt die Weinbauern in Zeiten der CoV-Pandemie vor groĂe Herausforderungen.
Seit Monaten ist die Gastronomie geschlossen; Weinverkostungen dĂŒrfen nicht stattfinden und das bedeutet fĂŒr einige Winzer AbsatzeinbuĂen von bis zu 50 Prozent. Dennoch gibt es Unterschiede, sagt der Obmann von Wein Steiermark, Stefan Potzinger: âIch glaube, dass die Betroffenheit bei WeingĂŒtern, die sehr stark im Lebensmittel-Einzelhandel stehen nicht so groĂ ist. Jene, die sich auf den Fachhandel spezialisiert haben werden sicher EinbrĂŒche haben, die in Richtung 30 bis 50 Prozent gehen.â
Betroffen wĂ€ren vor allem jene WeingĂŒter, die sehr stark in den Westen â etwa nach Tirol oder Vorarlberg â liefern oder generell im Export tĂ€tig sind. âDie, die eher regional unterwegs sind â auch mit Buschenschank und GĂ€stezimmer â hatten eine sehr gute Saison im letzten Sommer und hoffen auf eine sehr gute neue Saisonâ, so Potzinger.
Die Winzer setzen neben dem Online-Verkauf auch auf neue Verkaufsmodelle â Einfallsreichtum sei gefragt, sagt Potzinger: âIn der Krise ist es ganz einfach immer besser sich etwas zu ĂŒberlegen als nur zu schimpfen und auf Hilfe zu warten. Wir hier im Weingut gehen so vor, dass wir Time-Slots an unsere Kunden vergeben, wo sie einfach allein hier sicher fĂŒr eine halbe Stunde oder Stunde einkaufen können.â
Wenn die Steirer sich nach der Ăffnung der Gastronomie auf steirischen Wein konzentrieren, rechnen die Winzer mit einer so guten Saison, dass sie viel von den jetzigen EinbuĂen wieder aufholen können.
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DER ERSTE FRĂHLINGSBOTE IST DA: BĂRLAUCH
Mit dem Auftauchen der geschmackvollen, grĂŒnen BlĂ€tter wird das FrĂŒhjahr eingelĂ€utet. Auf den BauernmĂ€rkten kann man die ersten BĂ€rlauch-BĂŒndeln kaufen. Zeit fĂŒr frĂŒhlingshafte BĂ€rlauchgerichte ...
Kaum ein FrĂŒhlingsbote wird so sehr herbeigesehnt wie der BĂ€rlauch! Kein Wunder, denn die zarten grĂŒnen BĂ€rlauchblĂ€tter sind nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein gesundheitliches Highlight! So wirkt der wilde Knoblauch entgiftend und hilft ĂŒberdies dabei, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel zu senken. Sogar eine bestehende Arterienverkalkung soll er bekĂ€mpfen und zusĂ€tzlich vor Bakterien und Pilzen schĂŒtzen. Neben reichlich Vitalstoffen findet sich im BĂ€rlauch zudem der Wirkstoff Alliin, ein natĂŒrliches Antibiotikum mit vielfĂ€ltiger Heilwirkung.
Der BĂ€rlauch ist ein Verwandter des Knoblauchs. Er bevorzugt schattige LaubwĂ€lder und breitet sich an manchen Stellen groĂzĂŒgig aus. Diesen PlĂ€tzen verleiht er dann im FrĂŒhjahr den typischen Knoblauchgeruch. Wie seine Familienmitglieder Knoblauch und Zwiebel steht auch der BĂ€rlauch als Heilpflanze hoch im Kurs.
Im Mittelalter wurde BÀrlauch als Herba Salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. In der Volksmedizin wird der BÀrlauch heute bei Magen-Darm-Störungen eingesetzt, aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung gegen GÀrungsdyspepsien sowie als Karminativum. Weitere Einsatzbereiche sind als Antihypertonikum und Antiarteriosklerotikum.
Auch in der Naturheilkunde kommt BĂ€rlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, ĂŒberwiegend schwefelhaltigen Ă€therischen Ălen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er stoffwechselanregend, positiv auf den Cholesterinspiegel und hilft bei Wurmbefall.
Mehr auf ISS-XUND! ĂŒber BĂ€rlauch.
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ZUM ERSTEN MAL VERGAB DER GASTRONOMIEFĂHRER GUIDE MICHELIN EINEN STERN AN EIN VEGANES RESTAURANT
Die frĂŒhere ArchĂ€ologin Claire ValĂše hat sich mit ihrem kleinen, veganen Restaurant namens "ONA" (Origine non animale, zu deutsch: keine tierische Herkunft) im französischen ArĂšs einen Traum erfĂŒllt. Die Autodidaktin brachte sich selbst das Kochen bei und setzt auf vegane Gerichte ohne Zugabe von Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Honig. Nun bekam sie einen begehrten Stern vom GastronomiefĂŒhrer Guide Michelin - eine groĂe Auszeichnung und auch Trendwende!
Auch den "grĂŒnen Stern" konnte sich die Französin sichern, der ihr Lokal fĂŒr nachhaltige und umweltbewusste KĂŒche auszeichnet. Bis mindestens Mitte Februar sind die Restaurants und Bars in Frankreich durch die Corona-Pandemie zwar geschlossen, hindern die Gourmet-Köchin aber nicht daran auf ihrer Restaurant-Terrasse 140 essbare Pflanzen anzubauen. Sie selbst wurde durch lĂ€ngere Auslandsaufenthalte in Thailand inspiriert, verriet sie der Nachrichtenagentur AFP.
Johannes, am 29.1.2021
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JETZT WICHTIG: STĂRKUNG DES IMMUNSYSTEMS
Die Corona-Politik der Regierung beschrĂ€nkt sich auf Verbote und Zwangsregeln. Dabei sollte statt dessen Werbung fĂŒr gesunde ErnĂ€hrung und die StĂ€rkung des Immunsystems vorrangig sein. Gerade jetzt im Winter können wir aus dem WintergemĂŒse besonders viele Inhaltsstoffe fĂŒr die StĂ€rkung unseres Immunsystems aufnehmen. Dazu zĂ€hlen alle Kohlarten (Wirsing, GrĂŒnkohl, WeiĂkraut, Rotkraut, Broccoli, Karfiol, ...) und WurzelgemĂŒse (Karotten, Pastinaken, Sellerie, Petersilwurzel, Rote RĂŒben, ...). Auch Ingwer, ZitrusfrĂŒchte, Honig und frische KĂŒchenkrĂ€uter tragen dazu massgeblich bei. Aber auch NahrungsergĂ€nzungsmittel wie Vitamin D sind wichtig.
Ich zum Beispiel, trinke allmorgendlich einen Ingwershot - Bio-Ingwer, Zitronensaft und Honig. Ein kraftvoller, Ă€usserst gesunder Drink, der, wenn er zu scharf ist, mit Wasser verdĂŒnnt werden kann. Man spĂŒrt richtig die Kraft dieses Shots, der schnell und gĂŒnstig herzustellen ist.
Gerade in Zeiten, wo frisches, regionales Obst Mangelware ist und wir durch den Lockdown vermehrt zu Convenience-Food (Halbfertig- und Fertiggerichte) greifen und Regionale Lieferservice in Anspruch nehmen, wÀre es besonders wichtig, auf eine ausgewogene und gesunde ErnÀhrung zu achten.
WintergemĂŒse gibt es auf allen MĂ€rkten, aber auch im Supermarkt in bester heimischer Bio-QualitĂ€t. Wir wollen ja alle diese Zeit ohne grössere gesundheitliche Probleme ĂŒberstehen. Oder nicht?
Also tauschen wir Fast- und Convenience Food aus gegen selbstgemachte Eintöpfe, AuflĂ€ufe und SĂ€ften aus heimischen WintergemĂŒsesorten, die nicht nur förderlich fĂŒr die Gesundheit, das Immunsystem sind, sondern auch verdammt gut schmecken!
Siehe auch die ISS-XUND!-Artikel ĂŒber Kohl, Rote RĂŒben und Ingwer.
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