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.. batonnage

FÜNF WINZER UND 100 FALSTAFF PUNKTE

Fünf Freunde aus dem Burgenland, die allesamt Topwinzer sind, haben sich mit ihrer Rotwein-Cuvée Batonnage Wein gegen berühmte Weingüter der Bordeaux-Premier-Crus durchgesetzt. Im Jahr 2000 hatten Christian Tschida, Erich Scheiblhofer, Gerhard Kracher, Florian Gayer und Markus Altenburger die Idee. Seit 2001 keltern sie den Batonnage, jetzt holten sie mit der Cuvée 100 von 100 möglichen Falstaff-Punkten.

Eine 23-köpfige Jury aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, bestehend aus Weinhändlern, Sommeliers und Weinkennern hat alle bis dato abgefüllten Batonnage-Weine von 2001 bis 2015 verkostet. Die Sensation war der 2015er Jahrgang, der von der Falstaff-Chefredaktion 100 Punkte erhielt, aber auch andere Jahrgänge schnitten gut ab. Insgesamt haben die Batonnage-Weine die in der Parallelverkostung degustierten Premier-Crus-Weine aus dem Bordelais geschlagen. Darunter Château Haut-Brion 2013, Pessac-Léognan, Château Lafite-Rothschild 2012 und andere große Namen. „In meiner 25-jährigen Verkostungsgeschichte habe ich es noch nie erlebt, dass wir einem österreichischen Rotwein 100 Punkte verleihen konnten. Damit schließt Österreich – auch im Rotweinsektor – erstmals an die Weltelite an“, erklärt Falstaff Wein-Chefredakteur Peter Moser.

„Es ist wie Weihnachten, Geburtstag und Ostern zusammen“, sagt Winzer Christian Tschida am Donnerstag. Er habe diese Auszeichnung noch gar nicht realisiert. Der Batonnage, eine Cuvée aus den Sorten Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon vom Leithaberg in Jois sowie Merlot der besten Riede Andaus, ist eine Spezialität.

Natürlich fließt das Know-how von jedem der fünf Topwinzer ein. „Wenn fünf Leute sich was überlegen, gibt es zwei Möglichkeiten: Es kommt ein Blödsinn heraus, oder etwas ganz Großes“, sagt Tschida. 15 Jahre hätten die fünf Winzer das Maximum aus diesem Wein herausgeholt. „Es ist schön wenn das honoriert wird“, sagt Tschida.

Erich Scheiblhofer sieht die 100 Punkte der Jury als Krönung der Zusammenarbeit. Denn in puncto Wein haben die Winzer jeweils ihre eigenen Ansätze . „Die Freundschaft ist, was alles zusammenhält“, sagt Scheiblhofer. Wer den Wein verkosten will, muss mit mehr als 100 Euro pro Bouteille rechnen, auch die Menge sei sehr begrenzt.
(kurier.at) (twitter.com/nytimes)





.. wasabi aus dem burgenland

WASABI AUS DEM BURGENLAND

Im südburgenländischen Oberwart soll ab Mitte des kommenden Jahres im großen Stil Wasabi angebaut werden. In einer eigens entwickelten aeroponischen Indoor-Farming-Anlage sollen pro Jahr rund 25 Tonnen Wasabi in höchster Qualität produziert werden, erklärte der Gründer und Geschäftsführer von PhytonIQ, Martin Parapatits, am Mittwoch.

Geplant sei eine Betriebsstätte mit acht Etagen und insgesamt 2.300 Quadratmetern Produktionsfläche. Die Errichtung der Anlage soll mit Herbst starten. Das dafür notwendige Kapital von rund elf Mio. Euro soll durch Eigenkapital, Investoren, Bankfinanzierung, Förderungen und mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne zusammenkommen. Bis Mitte Juni soll die Finanzierung stehen.

Mit Juli 2019 soll die Anlage in Betrieb gehen. Die erste Ernte ist für November 2019 vorgesehen. Etwa 15 bis 20 Arbeitsplätze sollen bei der Oberwarter Anlage entstehen.

Für die Kultivierung wurde die Aeroponik gewählt, eine substratlose Anbaumethode, bei der die Wurzeln der Pflanzen in der Luft hängend mit einer Lösung aus Wasser und Nährstoffen benetzt werden. Das System soll ohne Pestizide auskommen und deutlich weniger Wasser und Düngemittel benötigen als der konventionelle Anbau.

Die 25 Tonnen pro Jahr würden einem geschätzten Marktanteil von rund sieben Prozent in Europa entsprechen, erklärte Parapatits. Das liege auch daran, dass es in Europa nur drei für den Markt relevante Produzenten gebe. Der größte Teil des Wasabis werde aus Asien importiert.

Abnehmer sollen vor allem die Gastronomie und die Pharmabranche in Europa sein. Daneben will PhytonIQ auch eigene Produkte entwickeln. Der Kilopreis für den südburgenländischen Wasabi wird von der Qualität abhängig sein. Laut Parapatits liegt die Preisspanne bei 280 bis 580 Euro pro Kilogramm.
(kurier.at) (twitter.com/nytimes)





.. peanut butter & pickel sandwich

DIESES SANDWICH SPALTET DIE INTERNET-GEMEINDE

Vor vier Jahren publizierte die "New York Times" ein Sandwich-Rezept, das nun im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte steht.

Toastbrot, Erdnussbutter, Essiggurkerl: Was an die ausgefallenen Gelüste schwangerer Frauen erinnert, sind die Zutaten einer Sandwich-Kreation, die derzeit im Internet diskutiert wird. Es erklärt sich quasi von selbst, dass die einen die Zutatenkombination grandios finden, während andere gaumentechnische Horrorvorstellungen damit verbinden.

Ein Rezept für das "Peanut Butter and Pickel Sandwich" wurde bereits im Jahr 2014 von der New York Times veröffentlicht und nun erneut auf Twitter geteilt. Dort sorgt die Kochanleitung für hunderte Kommentar-Postings, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

"Das Ende der Welt ist nah", schreibt eine Userin beispielsweise. Eine andere pflichtet ihr mit den Worten "Haben wir nicht schon genug gelitten?" bei. Andere verteidigen das süßlich-pikante Snack-Rezept: "Es ist ein deliziöses Sandwich, das mir ein Freund vor Jahren beim Camping gezeigt hat. Ich habe es anfangs auch verspottet", merkt ein User an. "Wenn ihr Erdnussbutter mögt, probiert das!", rät ein anderer. Auch der Kommentar "Ich bin damit aufgewachsen. Nehmt nur Dill-Gurkerl" findet sich unter den Beiträgen.
(kurier.at) (twitter.com/nytimes)





.. g+ tangerine

DER „GIN OF THE YEAR“ KOMMT AUS DER STEIERMARK

Die Distillery Krauss räumte bei den CWSA (China Wine & Spirits Awards), der größten und wichtigsten Verkostung im Bereich Wein und Spirituosen in China, erneut eine Auszeichnung nach der anderen ab. Für ihre sechs Gins konnte die weststeirische Destillerie 1 x Bronze, 1 x Silber, 1 x Gold und 3 x Doppelgold erreichen. Aber damit nicht genug, wurde der “G+-Tangerine als „Gin of the Year“ zum besten Gin der gesamten Verkostung gewählt.

Der jüngste Zuwachs des Familienunternehmens, eine Sonderedition mit fruchtigen Mandarinen aus Kalabrien, konnte sich in Hongkong gegen Gins aus der ganzen Welt durchsetzen. Vermutlich nicht zuletzt aufgrund des spielerischen Duetts mit würzigem Thymian, fein unterstützt durch die frischen Wacholdernoten.

Nach der Doppelgoldmedaille bei der San Francisco World Spirits Competition 2015, dem sensationellen Abschneiden beim World-Spirits Award 2017 als bester Gin-Produzent und dem jetzigen Ergebnis beim CWSA haben sich Carmen und Werner Krauss einen fixen Platz im Gin-Olymp gesichert und die Steiermark in die Gin-Champions-League geführt.
(distillery-krauss.com)





.. kaffee mit nitro

JETZT KANN MAN KAFFEE MIT NITRO TRINKEN

Aus den USA ist ein Mega-Trend nach Wien geschwappt: Mit Stickstoff angereicherten Cold Brew trinken. Es sieht aus wie ein Guiness. Eine cremige Schaumkrone, prickelndes Mundgefühl und die Farbe setzt sich von oben nach unten ab – der Guiness-Effekt. Und es trinkt sich so richtig süffig, das neue Trend-Getränk ist aber kein Bier, sondern ein Kaffee. Seit einigen Jahren geht nichts mehr ohne Nitro Coffee in New York: Dabei handelt es sich um einen Cold Brew, der mit Stickstoff durch eine Zapfanlage gepumpt wird. Sogar Starbucks setzt bereits flächendeckend in den USA auf die neue Art des Kaffeetrinkens.

In Wien setzt jetzt erstmals Gastronom und Kaffeehändler Johannes Hornig auf den Trend: In seinem Café in Neubau ist die Zapfanlage bereits aufgebaut. "Der Trend kommt von kleinen Spezialitäten-Röstern aus Portland: Der Nitro-Kaffee schmeckt süffiger und vollmundiger als ein normaler Cold Brew. Gerade in New York, wo es im Sommer sehr heiß wird, wollen die Kaffee-Junkies nur noch eiskalten Nitro-Kaffee trinken." Den figurbewussten New Yorkern kommt der Hype angesichts der niedrigen Kalorien-Anzahl und des hohen Koffein-Gehalts entgegen.

Die Trink-Empfehlung lautet schwarz, allerdings steht demnächst Flüssigzucker bereit, damit man den eiskalten Trend auch gesüßt oder mit Milch genießen kann. Stickstoff-Flaschen braucht es übrigens bei der Herstellung nicht. Hornig-Headbarista Barbara Bauer erklärt, wie die Zapfanlage genau funktioniert: "Anreichern mit Stickstoff ist möglich, aber nicht notwendig: Druckluft besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff. Der bereits aufgebrühte Cold Brew wird mit der Druckluft vermischt und in die Zapfanlage gepumpt. Für das eigene Café gab es eine Spezialanfertigung: Der Gast sieht über die Schank nur den Zapfhahn und wie der Kaffee ins Glas gezapft wird."
(kurier.at)





.. stollenkäse aus dem almenland

HOHE AUSZEICHNUNG FÜR STEIRISCHEN KÄSE

Ein Käsehersteller aus dem Almenland ist bei einem internationalen Käse-Wettbewerb in den USA ausgezeichnet worden. Geht es nach dieser Bewertung, ist der Stollenkäse aus Arzberg der zweitbeste Käse der Welt.

Der Stollenkäse aus Arzberg wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Beim World Championship Cheese Contest in Wisconsin räumte Franz Möstl mit seinem Almenland-Käse sechs Medaillen ab: zwei Mal Gold, zwei Mal Silber und zwei Mal Bronze für verschiedene Käsesorten.

30 Tonnen Käse lagern derzeit im aufgelassenen Silberbergwerk. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die konstante Temperatur von zehn Grad und die absolut staubfreie Luft sorgen für den einzigartigen Geschmack der Ziegen-, Schaf- und Kuhmilchprodukte: "Wir haben für zwei Mal Kuhmilch Gold bekommen, das ist einmal der Arzberger Ursteirer und einmal der Teichalmer“, so Franz Möstl.

Die Grundlage des Geschmacks kommt schon auf der Weide in den Käse: „Die Wiese muss passend gedüngt werden, mit wenig Gülledüngung. Wir wollen eine Wiese haben, die blüht, es wird nur drei Mal gemäht, dann eine Verarbeitung in der Molkerei mit modernsten Maschinen. Der letzte Schritt zur Käsereifung passiert im Silberstollen, wo wir dem Produkt Zeit geben. Der Mensch spielt auch große Rolle, der Käse muss gepflegt werden mit viel Gefühl, nur so entsteht Qualität.“

Auch in der internationalen Gesamtwertung beim Wettbewerb ist der Käse aus Arzberg an zweiter Stelle gelandet, so Franz Möstl: „Gewonnen hat ein Käse aus Frankreich, den zweiten Platz haben wir, der dritte Platz war ein Schweizer Käse. Ich fühle mich zwischen den beiden Ländern sehr wohl."

Luft nach oben gibt es noch. Die Stollenkäselaibe aus Arzberg werden auch weiterhin zu internationalen Wettbewerben anrollen: „Wir haben das Glück gehabt, in England drittbester Käse der Welt zu sein. Jetzt haben wir den zweitbesten Käse der Welt, es gibt noch eine Stufe, eine Steigerung ist noch möglich.“
(steiermark.orf.at)





.. golden milk

SCHMECKT UND IST GESUND: GOLDEN MILK

Bis der Frühling kommt, dauert es - angeblich - nicht mehr lang. Inzwischen wärmt "Golden Milk" mit Kurkuma.

Golden Milk hat noch einmal ihren großen Auftritt, bevor der Frühling endgültig Einzug hält. Statt frischer Wurzel - wie seit Jahrhunderten in Indien gepflogen - kann man auch das Pulver der Heilpflanze verwenden und rührt es in heiße Vollmilch. Ersatzweise schmecken auch Mandel-, Haselnuss-, Reis- oder Hafermilch.

Dazu kommen gemahlener schwarzer Pfeffer, der die gesunde Wirkung von Kurkuma auf den Körper erhöhen soll, Kardamom und Zimt. Wer mag, süßt mit Honig - fertig ist der neue, alte Trend.

Für Golden Milk kommt etwa 1 TL frischer Kurkuma (oder 1/2 TL Pulver) auf 1 Teehäferl Vollmilch. Je 1/2 TL schwarzen Pfeffer, Zimt und Kardamom einrühren. Nach Geschmack mit Honig süßen. Wer Reis- oder Mandelmilch verwendet, ergänzt mit 1/2 TL (Mandel-)Öl.

Kleine Warnung: Einmal auf der Kleidung, lässt sich Kurkuma kaum mehr entfernen.
(kleinezeitung.at)





.. die teuerste suppe der welt

DIE TEUERSTE SUPPE DER WELT

In Las Vegas, dem US-Spielerparadies kann man schnell reich, aber auch arm werden. Für erstere Glückspilze sowie High-Roller gibt es nun eine besondere Delikatesse. Im exklusiven Talon Club im Hotel The Cosmopolitan gibt es die teuerste Suppe der Welt. Umgerechnet 560 Euro kostet eine Schale davon. Der Grund für den hohen Preis ist ein besonderer Pilz: Cordyceps.

Man könne fast glauben, die Suppe enthält Gold und Diamanten, aber nein: Die exklusive, teure Zutat in dieser Speise ist der Cordyceps-Pilz. Dieser wächst ausschließlich 3.800 Meter über dem Meeresspiegel. Pro Gramm kostet dieses besondere Schwammerl bis zu 14.000 Dollar, was umgerechnet etwa 11.400 Euro entspricht.

Der Cordyceps-Pilz, der so viel kostet wie Gold und Diamanten, soll über eine heilende Wirkung verfügen. Er kann in der natürlichen Krebsbehandlung, als Anti-Aging-Ergänzung oder als Aphrodisiakum eingesetzt werden.

Ob das tatsächlich stimmt, wissen bereits jene Menschen, die eine von den einhundert Schälchen verspeist haben, die im vergangenen Jahr verkauft wurden. Um den Preis zu rechtfertigen, sollte der Cordyceps besser tatsächlich Wunder vollbringen, immerhin sind die übrigen Zutaten nicht so exquisit: Hühnerbrust, Longan-Beeren und rote Datteln. Mahlzeit!
(city4u.at)





.. eiswein

HEUER KEIN EISWEIN AUS DEM BURGENLAND

Heuer gibt es keinen Eiswein aus dem Burgenland. Grund ist der zu warme Winter. Die Trauben müssten nicht nur gefroren geerntet, sondern auch gepresst werden. Das ging heuer nicht. Weinliebhaber können sich aber immerhin über qualitativ hochwertige Süßweine aus dem Burgenland freuen. Die Süßtraubenernte fiel heuer nämlich qualitativ und auch mengenmäßig sehr gut aus.

Für die Eisweinproduktion – die übrigens schon seit der Antike bekannt ist – ist eine Mindesttemperatur von minus sieben Grad Celsius nötig. Diese muss aufgrund der Produktionsmethode über mehrere Stunden gewährleistet sein.
(kurier.at)





.. regenbogentorte

JEDES JAHRZEHNT HAT SEINE TORTE

Pure Butter wird schaumig aufgeschlagen, dazu kommt löslicher Kaffee und Staubzucker: Eveline Wild kann sich noch gut erinnern, wie ihre Oma die Buttercreme für die Mokkacremetorte zubereitete. "Die Creme hat dann immer geknirscht zwischen den Zähnen, weil sich der Zucker nicht aufgelöst hat", erinnert sich die 37-jährige Konditor-Weltmeisterin und Fernsehköchin.

Heute enthalten Tortencremes meist wesentlich weniger Fett – der Zeitgeist macht vor der Backwelt nicht Halt. Das gibt Gelegenheit zu einer kulinarischen Zeitreise: "Im Rückblick sieht man manche Entwicklungen viel klarer. Viele Trends beziehen sich aufeinander, es gibt Wiederholungen und Wellenbewegungen", erklärt die Münchener Kochbuchautorin Tanja Dusy. "Jedes Jahrzehnt ist durch eine Lebenshaltung geprägt"

So gesehen ist die Buttercreme von Wilds Oma typisch für die Nachkriegszeit. Fett ist nicht nur Geschmacksträger, sondern auch nahrhaft. Zu besonderen Anlässen gab’s daher in vielen Familien Schwarzwälder Kirsch-, Mokkatorte oder Streuselkuchen. Auch heute noch: "Solche Rezepte tauchen durch die Jahrzehnte in Kochbüchern und -heften auf. Das Prinzip blieb immer gleich."

Klassiker werde es immer geben, glaubt Wild. "Aber man muss sie verändern dürfen." Backen sei keine Religion,es lebe von Kreativität und Ideen. "Welche Nüsse man lieber verwendet, ist nicht so wichtig. Jedes Rezept hat Vor- und Nachteile, schmecken muss es." Sie selbst kreiert gern Süßes, das "traditionell angehaucht ist, aber neu interpretiert wird".

In den 1970er-Jahren wurden viele Rezepte einfacher, weil oft die Zeit für aufwendiges Backen fehlte – Stichwort Malakofftorte, die gar nicht gebacken werden musste. Backtrends der 1980er-Jahre wie Karottentorte oder Zucchinikuchen waren dafür eher dem steigenden Gesundheitsbewusstsein geschuldet, vermutet Dusy. Dann wurde die Welt offener und die Kuchen exotischer. Wer in den 1990ern Neues ausprobieren wollte, mischte Kokosmilch, Mango oder Chili unter den Teig.

Und im neuen Jahrtausend? Die süßen US-Importe Muffin, Cupcake und Brownie halten sich nun schon seit Jahren hartnäckig. Daneben wechseln sich oft gleich mehrere Trends immer schneller ab. "Die Dinge sind zuletzt individueller, kleinteiliger und komplexer geworden", sagt Dusy. "Es gibt für jede Zielgruppe Angebote." Egal, ob traditionell, vegan, gesund und ohne Gluten oder kunstvolle Motivtorte. Wild: "Es ist bunter geworden. Viele Konditor-Utensilien sind heute für die breite Masse erhältlich." Im Moment begeistern übrigens Rainbow-Kuchen oder Pinata-Torten, aus der beim Aufschneinden bunte Schokolinsen kullern, die Back-Communities. Und da ist in manchen Rezepten wieder die gute, alte Buttercreme gefragt.
(kurier.at)





.. kitkat aus rosa schokolade

ERSTES KITKAT AUS ROSA SCHOKOLADE

Erstmals seit Jahrzehnten kommt ein neuer Schokoladen-Typ in den Handel. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle verkauft ab Freitag in Japan und Südkorea den Schokoriegel KitKat in einer Variante aus rosa Ruby-Schokolade. Das Produkt werde aus Ruby-Kakaobohnen hergestellt und habe deshalb ohne Zusatzstoffe eine rosa Farbe und einen beerenähnlichen Geschmack.

Die Schokolade wurde vom Schweizer Hersteller Barry Callebaut in mehr als zehnjähriger Arbeit entwickelt und im vergangenen September vorgestellt. Bisher wurden lediglich dunkle Schokolade, Milchschokolade und weiße Schokolade verarbeitet.

Ein Ruby-KitKat-Riegel kostet umgerechnet 3,60 Dollar (2,95 Euro). Nestle ist bemüht, mit innovativen Produkten ein exklusiveres Marktsegment zu erschließen. Der Konzern hatte am Montag den Verkauf des US-Süßigkeitengeschäfts an den Nutella-Hersteller Ferrero für 2,8 Mrd. Dollar bekanntgegeben.

Kepler-Cheuvreux-Analyst Jon Cox erwartet, dass Ruby-Schokolade ein Nischenprodukt für besondere Gelegenheiten bleiben und einen Marktanteil von weniger als fünf Prozent erreichen dürfte. Nestle lanciert die KitKat-Riegel mit Blick auf den Valentinstag vom 14. Februar.
(kurier.at)





.. bananen mit essbarer schale

BANANEN MIT ESSBARER SCHALE ENTWICKELT

In Japan werden erstmals Bananen verkauft, die nicht mehr geschält werden müssen. Die sogenannten Mongee-Bananen können komplett verzehrt werden und sollen noch dazu kleine Vitaminbomben sein. Einen kleinen Haken gibt es allerdings.

Um eine essbare Bananenschale zu entwickeln, haben einige Obstbauern aus Japan eine gefinkelte Methode erarbeitet. Bananensetzlinge werden auf minus 60 Grad heruntergekühlt, dann eingepflanzt und wieder aufgetaut. Dadurch ist es möglich, dass Bananen beim kühlen japanischen Klima gedeihen, außerdem beschleunigt sich deren Entwicklung.

Die Frucht soll deutlich süßer schmecken als eine herkömmliche Banane. Am besten schmeckt sie, wenn die Schale bereits braune Flecken aufweist. Da die Schale leicht bitter schmeckt, empfiehlt der Produzent, die Banane in Scheiben zu schneiden und so zu genießen.

Der Hersteller D&T Farms ist übrigens auch sehr stolz darauf, dass die Banane wertvolle Nährstoffe, wie Vitamin B6 und Magnesium enthält. Doch ob tatsächlich einmal viele Menschen in den Genuss der Mongee-Banane kommen, bleibt abzuwarten. Derzeit werden nämlich nur zehn Stück pro Woche verkauft – und zwar um einen Stückpreis von knapp fünf Euro.
(krone.at)





.. dessert von cédric grolet

SIEHT AUS WIE EINE MANDARINE, IST ABER KEINE

Warum alle dieses Dessert essen wollen: Im Pariser Gourmet-Tempel Le Meurice serviert Cédric Grolet eine ganz besondere Mandarine.

Er gilt als der angesagteste Patisserie-Chef der Welt: Cédric Grolet. Obwohl er bereits seit 2013 im Gourmet-Tempel Le Meurice an der Seite von Star-Koch Alain Ducasse steht, zieht er jetzt die Aufmerksamkeit von Feinschmeckern auf der ganzen Welt auf sich. Nicht zuletzt dank 780.000 Fans, die seine Kunstwerke auf seinem Instagram-Account bewundern. Der Zuckerbäcker sorgt mit seinen technischen Spielereien für eine optische Täuschung und eine wahre Geschmacksexplosion am Teller – und sorgt für einen ungeahnten Hype um seine Früchte.

Auf den ersten Blick sehen die Desserts wie perfekte kleine Früchtchen aus, in Wahrheit handelt es sich bei der Hülle um lackierte weiße Schokolade, im Inneren offenbahren sich eine Ganache und ein Fruchtkern. Klingt simpel, sorgt aber derzeit für Lobeshymnen unter den Gästen.
(kurier.at)





.. schlumberger kristall

TEUERSTE SEKTFLASCHE KOMMT AUS ÖSTERREICH

Bei der "Licht ins Dunkel"-Benefizgala wurde eine Schlumberger-Sektflasche für 10.000 Euro ersteigert.

Die drei-Liter-Doppelmagnum-Flasche gilt als funkelndes Einzelstück auf der Welt: In Handarbeit wurde eine Schlumberger-Sektflasche mit 6.600 Swarovski-Kristallen besetzt und in einem Wettstreit Dienstagabend für den guten Zweck versteigert.

Mit einem Startgebot von 1.200 Euro ausgerufen, kletterte der Preis für die außergewöhnliche Sektflasche bei der Licht ins Dunkel Benefiz-Gala rasant höher. Schließlich wurde sie um das Höchstgebot von 10.000 Euro versteigert – und stellt damit einen weltweiten Rekord ein.

Die Flasche wurde von den Experten in Wattens in minutiöser Kleinarbeit in über 26 Arbeitsstunden verziert. Schlumberger füllte in die Flasche eine Cuvée aus 60 Prozent Chardonnay und 40 Prozent weiß-gepressten Pinot Noir-Trauben – der Sekt lag neun Jahre auf der Hefe.

Eine kleinere Version der Flasche (0,75 Liter) mit 2.025 Swarovski-Steinen wird in limitierter Auflage à 175 Stück auf Anfrage erhältlich sein.
(kurier.at)





.. paul bocuse

STARKOCH PAUL BOCUSE GESTORBEN

Der französische Starkoch Paul Bocuse ist tot. Er wurde 91 Jahre alt. Er starb im Alter von 91 Jahren, wie der französische Innenminister Gerard Collomb am Samstag auf Twitter mitteilte. Zuvor hatten französische Medien den Tod unter Berufung auf Angehörige gemeldet. Bocuse galt als der "Papst der französischen Küche", der Gastronomieführer "Gault&Millau" nannte ihn "Koch des Jahrhunderts".

Sein Drei-Sterne-Tempel L'Auberge du Pont de Collonges bei Lyon galt als Pilgerort für Gourmets aus aller Welt. Paul Bocuse schlug in der französischen Spitzengastronomie so ziemlich alle Rekorde.

Der Spitzenkoch wurde weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus zur Ikone der verfeinerten Lebensart mit exquisiten Speisen und Getränken. Bocuse gehörte zu den Vertretern der "Nouvelle Cuisine", eine Bewegung damals junger Köche, die die französische Küche entstauben wollten. Einfache Zubereitung, frische Zutaten, Regionalität - das waren die Grundlinien.

Innenminister Gerard Collomb, Ex-Bürgermeister von Lyon, schrieb auf dem Kurznachrichtendienst: "Paul Bocuse ist tot. Die Gastronomie trauert. Monsieur Paul war Frankreich. Einfachheit und Großzügigkeit. Vorzüglichkeit und die Kunst zu leben. Der Papst der Gastronomen hat uns verlassen." Bocuse stammt aus Collonges-au-Mont-d'Or in der Nähe von Lyon.

Bocuse hatte seit Jahren an Parkinson gelitten. Sein berufliches Leben war gepflastert mit Auszeichnungen. Privat hatte er in seinen Memoiren zu seinem 80er verraten, dass er gleichzeitig drei Haushalte mit drei Frauen führt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Verstorbenen als "die Inkarnation der französischen Küche" gewürdigt. "Sein Name steht in der französischen Küche für Großzügigkeit, für Respekt der Traditionen und auch für seinen Einfallsreichtum."

Die französische Gastronomie verliere "eine mythische Figur, die sie in großer Form geprägt hat", teilte er am Samstag mit. Alle Köche weinten um ihn, "im Elysee und in ganz Frankreich. Aber sie werden seine Arbeit fortsetzen."
(kleinezeitung.at)





.. ampelkennzeichnung

SO SCHUMMELN KONZERNE PIZZA, CHIPS & CO. „GESUND“

In Europa streiten Verbraucherschützer und Hersteller seit Langem über die Einführung einer sogenannten Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel. Anfangs stellten sich Konzerne noch quer und wollten die Ampelkennzeichnung verhindern. Grund dafür: Eine rote Ampel wirke für die Verbraucher abschreckend. Jetzt scheinen es sich die großen Ernährungskonzerne plötzlich anders überlegt zu haben und legten Pläne für eine sogenannte Industrie-Ampel vor – mit der sogar Pizza oder Chips gar nicht mehr so ungesund scheinen.

Mondelez, Coca-Cola, Mars, Nestle, Pepsi und Unilever hatten schon im vergangenen Jahr einen Vorstoß für eine "weiterentwickelte Farbkennzeichnung" für Lebensmittel angekündigt. Grundlage ist die sogenannte Ampelkennzeichnung, die in Großbritannien und Frankreich bereits verwendet wird. Sie zeigt in der Signalfarbe Rot auf der Packung an, ob ein Produkt viel Zucker, Fett oder Salz enthält. Diese Zutaten können bei Verzehr in großen Mengen Fettleibigkeit und Gesundheitsprobleme fördern.

Konzerne wollen mit Angaben zur Portionsgröße schummeln! Vermutlich deshalb reichten große Konzerne kurzerhand eigene Vorschläge für die Nährstoff-Ampel ein – mit der Pizza, Chips und Co. plötzlich gar nicht mehr so ungesund wären. Die Pläne, die von den Konzernen selbst eingereicht wurden, orientieren sich lediglich an Angaben zu den Nährwerten einer Portion. Wie viel das genau ist, will nun jeder Hersteller selbst festlegen.

"Prinzipiell begrüßen wir eine Ampel-Kennzeichnung sehr, da die Farbkodierung grün, orange und rot für den Verbraucher sehr übersichtlich ist", so die Ernährungswissenschaftlerin Birgit Beck von Verein für Konsumenteninformation im Gespräch mit krone.at. Kritisiert wurde jedoch, dass das vorgeschlagene System weniger strikt und aussagekräftig sei. Demnach würden Portionsgrößen im unrealistischen Maß verkleinert werden, um möglichst wenige Produkte mit der Warnfarbe Rot zu kennzeichnen.

Der Trick: Die Original-Ampel springt bei Zucker auf Rot, sobald ein Produkt mehr als 15 Prozent Zucker enthält. Um dies zu verhindern, werden von den Konzernen einfach kleinere Portionsgrößen angegeben.

"Es macht keinen Sinn, Kalorien-Angaben zu Portionsgrößen zu machen, die nicht der Gesamtgröße des Produktes entsprechen", so Beck weiter. Die Organisation Foodwatch nannte als Beispiel Frühstücks-Zerealien der Marke Nesquik. Die Angabe zum Zucker sei in Großbritannien rot unterlegt, mit dem vorgeschlagenen System sei dasselbe Produkt mit derselben Zuckermenge aber nur noch gelb. Nutella stehe nach dem britischen System bei Fett, gesättigten Fettsäuren und Zucker auf Rot. Mit dem Herstellervorschlag wäre indes alles gelb.
(krone.at)





.. künstliches fleisch?

IST KÜNSTLICHES FLEISCH DIE ZUKUNFT?

Experten rechnen damit, dass in drei Jahren die erste Generation von In-Vitro-Fleisch ausgeliefert wird. Das unter dem Namen Wiesenhof bekannte deutsche Geflügelfleischunternehmen PHW steigt in die Entwicklung von künstlich hergestelltem Fleisch ein. An dem israelischen Start-up Supermeat habe die Firma eine Minderheitsbeteiligung erworben, sagte PHW-Vorstandsvorsitzender Peter Wesjohann der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sehen unsere Beteiligung als strategische Partnerschaft", erklärte Wesjohann.

Er gehe davon aus, dass es in einigen Jahren eine Nachfrage nach künstlich erzeugtem Fleisch geben werde, ähnlich wie nach veganen Fleischersatzprodukten. Wie hoch die PHW-Beteiligung an dem israelischen Unternehmen ist, sagte er nicht. Weitere Investoren kommen unter anderem aus den USA.

Supermeat-Geschäftsführer Ido Savir sagte, er rechne damit, in drei Jahren die erste Generation von künstlich erzeugtem Fleisch an Restaurants liefern zu können. "Der nächste Schritt wäre, in weiteren zwei bis fünf Jahren die Produktion auf einen industriellen Maßstab zu vergrößern, um Supermärkte und den Lebensmittelhandel zu versorgen."

Der Vorteil künstlich erzeugten Fleisches, das auch In-Vitro-Fleisch genannt wird, liege in der Effizienz und der Chance, damit den hohen Ressourcenbedarf für die Fleischerzeugung zu verringern. Savir verwies auf Studien, wonach sich mit Fleisch aus Petrischalen der Ausstoß klimaschädlicher Kohlendioxid-Emissionen sowie der Verbrauch von Land und Wasser senken ließen. Das künstliche Fleisch wird erzeugt, indem tierische Muskelzellen im Labor wachsen. Derzeit wird vor allem in den USA und den Niederlanden an der Technik geforscht.

Allerdings ist nach einer jüngsten Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Herstellung des Labor-Fleisches aufwendig und nur in geringen Mengen möglich. Doch die Forscher stellten auch fest, dass In-Vitro-Fleisch dabei helfen könnte, Probleme des Fleischkonsums mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung, den Klimawandel und den Tierschutz zu lösen.

Laut der Studie sieht ein Teil der Verbraucher in künstlich erzeugtem Fleisch eine von vielen möglichen Alternativen zur konventionellen Fleischproduktion. Auf Widerstand stoße In-Vitro-Fleisch aber bei denen, die auf eine Verringerung des Fleischkonsums und den ökologischen Umbau der Landwirtschaft setzen.
(kurier.at)





.. eckige weinfässer

ECKIGE WEINFÄSSER

Wie eckige Weinfässer den Winzern helfen sollen - Es muss nicht immer rund sein: Ein deutscher Lehrer erfand ein eckiges Weinfass aus Edelstahl und Holz. Es sieht aus wie ein kleiner Kasten, an Wein denkt der Betrachter sicher nicht. Thomas Lutz, ein deutscher Tischler und Berufsschullehrer, hat ein eckiges Weinfass aus Edelstahl und Holz konstruiert.

Laut dem 56-jährigen Erbauer handelt es sich keinesfalls um einen Marketing-Gag, wie die dpa berichtet. Die neue Form mache es möglich, beim Holzverbrauch, beim Lagern und beim Transport erheblich zu sparen. Weil die Fässer häufiger verwendet werden könnten, müsse man zum Beispiel weniger Bäume schlagen, erzählt Lutz. Das spart den Winzern Geld. Für sein Fass erhielt der Pfälzer den Designpreis des Landes Rheinland-Pfalz.

Experten zeigen sich dennoch skeptisch: Laut dem "Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz für wein- und gartenbauliche Berufsbildung" hätten Untersuchungen zu viereckigen Fässern gezeigt, dass diese nicht dicht blieben. Auch die mangelnde Stabilität könnte ein Problem sein.
(kurier.at)





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