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.. sirningers mostbirne

ALTE MOSTBIRNENSORTE WIEDERENTDECKT

Die Sirningers Mostbirne, eine alte Sorte aus dem Raum Kilb (Bezirk Melk) im Mostviertel, galt bereits als ausgestorben. 20 Jahre später stellte sich nun im Zuge einer Sortenbestimmung heraus, dass es die Birnensorte auch heute noch gibt.

Es war eine sensationelle Entdeckung im Zuge eines Projektes der Leader-Region Tourismusverband Moststraße und des Obstbauverbandes Mostviertel. Die Pomologinnen Martina Schmidthaler und Gerlinde Handlechner bestimmten in den vergangenen zwei Jahren mehr als 2.000 Proben von Apfel- und Birnensorten, die von der Bevölkerung eingereicht wurden. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Buch „Äpfel & Birnen – Schätze der Streuobstwiesen“, das nun in Kilb präsentiert wurde.

Bei der Sirningers Mostbirne handelt es sich um eine regionaltypische Spezialität, die der Kilber Baumschulbesitzer Anton Sirninger kultiviert und 1913 erstmals dokumentiert hatte. Später gingen wie bei vielen Mostbirnensorten jedoch immer mehr Baumbestände verloren. So galt die Sirningers Mostbirne als ausgestorben.

Auf einem Grundstück der Landwirtsfamilie Gonaus in Kirchberg an der Pielach (Bezirk St. Pölten) wurde die Birnensorte nun wiederentdeckt. Dort stehen zwei rund 70-jährige Bäume, die von den Pomologinnen als Sirningers Mostbirne erkannt wurden. Die Sorte gilt als besonders, weil sie aufgrund der Größe der Frucht einerseits das Klauben erleichtert und sich andererseits für die Produktion von Most, Schnaps und Saft eignet. Die Edelbrandgemeinschaft Kilb will nun gemeinsam mit dem Baumbesitzer diese Birnensorte wieder verbreiten, etwa mit Edelreisern.

Für die Vielfalt der regionalen Produktion gilt die Entdeckung als sehr wichtig. Aufgrund des Gerbstoff- und Säuregehalts kann Most nur mit echten Mostbirnen, nicht aber mit Tafelobst hergestellt werden. Weil Birnensorten wie diese früher außerdem nur wenig bis bis gar nicht nachgepflanzt wurden, handelt es sich auch um einen Wettlauf der Zeit. Immerhin haben die vielfach rund 100-jährigen Bäume oft nur noch zehn oder 20 Jahre Lebenszeit, danach sind diese Sorten unwiederbringlich verloren. Um das wertvolle Mostobst zu erhalten, setzt man daher ganz bewusst auf Nachpflanzungen.
(orf.at)






.. frechste werbelüge des jahres?

ZUCKERSÜSSE PARADEISSOSSE: FRECHSTE WERBELÜGE DES JAHRES?

Teurer Karottensaft und zuckrige Paradeissoße: Die deutsche Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat die "dreisteste Werbelüge des Jahres" gesucht und für den Schmähpreis Goldener Windbeutel fünf Produkte nominiert. Mit dabei sind eine Paradeissoße für Kinder von Zwergenwiese, ein Karottensaft für Babys von Hipp, der Drink Yakult, ein Corny Riegel von Schwartau sowie Wasabi-Erdnüsse von Rewe.

Verbraucher können ab sofort und noch bis zum 1. Dezember unter   foodwatch.org ihren Favoriten wählen.

"Egal ob im Bio-Supermarkt oder im Discounter: Überall werden Verbraucherinnen und Verbraucher mit fiesen Werbelügen in die Irre geführt", kritisierte Foodwatch am Dienstag die Hersteller. Die Organisation sprach von "Fitness-Schwindel" und "Pseudo-Wissenschaft" und kritisierte vor allem versteckte Preiserhöhungen scharf.

Bei der Paradeissoße kritisierte Foodwatch, dass sie den Eindruck erwecke, sie sei kindgerecht, obwohl sie mit fast 20 Gramm Zucker mehr als doppelt so viel davon enthalte wie die normale Soße. Der Karottensaft von Hipp für Babys habe eine neue Verpackung erhalten und sei dabei um 95 Prozent teurer geworden, die Wasabi-Nüsse enthielten nur 0,003 Prozent des Gewürzes und ansonsten Aromen und Farbstoffe.

Der Riegel Corny Protein Lower Carb erwecke den Eindruck eines "gesunden Produkts für Sportler" - enthalte aber eine Menge Zucker, Fett und Kohlenhydrate, kritisierte Foodwatch. Diese vier Produkte gehen auf Einreichungen von Verbrauchern zurück, die mehr als 200 Produkte vorschlugen, der Yakult-Drink wurde von Foodwatch direkt nominiert. Bei diesem Produkt kritisiert die Organisation, dass die beworbenen "positiven Effekte auf die Darmgesundheit" nicht wissenschaftlich belegt seien, außerdem koste das Getränk 8,40 Euro pro Liter.

Hipp erklärte auf Anfrage zu dem Karottensaft, die Angabe einer Preiserhöhung von 95 Prozent könne das Unternehmen "nicht bestätigen", stattdessen habe Hipp im April eine Preisanpassung von 62 Prozent vorgenommen. Diese habe verschiedene Ursachen gehabt, etwa die "massiv gestiegenen Rohwarenkosten". Alle anderen Hersteller äußerten sich zunächst nicht zu der Nominierung ihrer Produkte.

Der Negativpreis Goldener Windbeutel wird zum neunten Mal vergeben. In der Vergangenheit ging er unter anderem an einen Babykeks von Alete und an das Smartwater von Coca-Cola.
(foodwatch.org)






.. lisl wagner-bacher

STAR-KÖCHIN LISL WAGNER-BACHER ERÖFFNET GESCHÄFT

Das Landhaus Bacher poppt mit Lisl's Genuss Manufaktur in der Wiener "AG18 Urban Art Gallery" auf. Um in den Genuss der Kochkunst von Haubenköchin Lisl Wagner-Bacher zu kommen, muss man ab sofort nicht mehr in die Wachau pilgern.

Ihre Spezialitäten wie Marillen-Marmelade, Suppen oder Saucen gibt es ab kommender Woche in der neuen Lisl's Genuss Manufaktur: Das Geschäft für die hausgemachten Delikatessen macht in der Galerie "AG18 Urban Art Gallery" in der Wiener Innenstadt auf.

Wer sich mit kulinarischen Weihnachtsgeschenken eindecken will, wird mit Lebkuchenbäumen, Dattel-Nusskuchen, karamellisierten Haselnüssen, Gewürz-Cashewnüssen oder Marillen- und Nussschnäpsen glücklich.

Außerdem finden Hobbyköche hier alle Kochbücher sowie von Wagner-Bacher ausgesuchte Geschirrtücher, Kochschürzen und Geschenkkörbe. In Kooperation mit Weingütern sind auch Veranstaltungen geplant. Lisl's Genuss Manufaktur, Annagasse 18, 1010, Mittwoch bis Freitag 11 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 16 Uhr, von 29. Oktober bis 21. Dezember.
(lisls.at)






.. steirische trüffelweine

STEIERMARK KÜRTE DREI BESONDERE „TRÜFFELWEINE“

Vorgeschmack auf das Grazer Gourmet-Festival: Steirische Wein-Experten kürten drei spezielle Tröpferl, die möglichst perfekt mit Trüffelgeschmack harmonieren. Der Sieg ging an die Weingüter Krispel, Schneeberger und Walter Skoff!

Das Trüffelfestival in Graz - 30. Oktober bis 9. November Paradeishof - wirft schon jetzt g’schmackige Schatten voraus. Wenn sich die italienischen Spezialisten unter anderem mit den „weißen Alba Diamanten“ einstellen, dann halten die steirischen Gastgeber kulinarisch dagegen. Zum einen mit der „Waldschule Graz Trüffel“, zum anderen mit drei ausgewählten „Trüffelweinen“.

Waltraud Hutter („Genuss Hauptstadt Graz“) hat deshalb Weinexperten zur Qual der Wahl geladen: „Wir hatten 60 Einreichungen von steirischen Weinbauern!“ Die Frage aller Fragen stellte Werner Luttenberger, Geschäftsführer „Steirischer Wein“, am Montag im El Pescador: „Welcher Wein – und wir stellen lauter Weiße zur Verkostung – harmoniert möglichst perfekt mit dem Trüffelgeschmack?“

„Intensiv, reif und kräftig soll er sein – eine gute Nase soll er haben“, waren sich Weinbeißer wie Juwelier Klaus Weikhard, Weinunternehmer Andreas Andreadis oder die beiden Sommelière Heidi Potzinger und Anna Schachner einig – „Qual der Wahl eben“

Am Ende hatten dann ein Grauburgunder vom Weingut Krispel (Hochstrandl 2017), ein Chardonnay vom Weingut Schneeberger (Flamberg 2017) und ein Gewürztraminer aus dem Hause Walter Skoff (Kranachberg 2017) die „Trüffelnasen“ vorne. Dieses Steirer-Trio ist beim Festival auch als offizieller Trüffelwein vertreten.
(krone.at)






.. der junge österreicher

DER JUNGE ÖSTERREICHER HAT WIEDER SAISON

Stolz wie frischgebackene Eltern präsentieren Österreichs Winzer ihre Jungweine 2019. In den nächsten Wochen locken rund 700.000 Flaschen „Junger Österreicher“ Weinfreunde wieder zum unbeschwerten Genuss.

Frischfruchtig, geprägt von sortentypischen Primäraromen und mit harmonischer Säurestruktur – so kommen Jungweine aus Österreich daher. Dieses Jahr ist die Ausgangslage für Weine hoher Qualität besonders gut: Die Weingärten blieben im Frühling von Frost verschont und konnten in einem trockenen und warmen Sommer sehr gesundes und hocharomatisches Traubenmaterial hervorbringen.

Als Ausgangsmaterial für österreichischen Jungwein dienen meist frühreifende Rebsorten von bester Qualität wie zum Beispiel Müller-Thurgau, Bouvier, Frühroter Veltliner, Neuburger oder – in der Rotwein-Fraktion – Blauer Portugieser. Zwar reifen Grüner Veltliner, Welschriesling , Sauvignon Blanc oder Zweigelt etwas später, eignen sich jedoch genauso zur Herstellung animierender „Junger“. Um sie im optimalen Stadium trinken zu können, sollten die Weine nicht zu lange gelagert werden, sonst gehen ihre feinen Aromen verloren. Eine kleine Eselsbrücke kann da helfen: Den Fasching feiert man noch mit den „Jungen“, danach wird es Zeit für Reiferes.

Die Dachmarke „Junger Österreicher“ wurde 1995 von der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) ins Leben gerufen und weist seitdem Jungweinfreunden zielsicher den Weg zu hochwertigen Weinen. Denn „JÖ“, so die liebevolle Kurzform, darf sich nur nennen, wer die Prüfung zum Qualitätswein bestanden hat. Bereits ab 3 Euro pro Flasche bietet er somit ein unschlagbares Preis-Genuss-Verhältnis. Während die Weinlese in den Gebieten noch voranschreitet, haben zahlreiche Winzer ihre „Jungen Österreicher“ bereits im Angebot, in den nächsten Wochen füllen die Flaschen mit dem bekannten grün-blau-gelben Logo auch die Supermarktregale. Generell heißt es schnell sein, denn als saisonale Spezialität ist der „JÖ“ nur kurze Zeit erhältlich.
(oesterreichwein.at)






.. weinbaugebiet carnuntum

CARNUNTUM WIRD NÄCHSTES DAC-WEINBAUGEBIET

Das Gebiet einigte sich auf die drei Stufen Gebietswein, Ortswein, Riedenwein und setzt auf renommierte Sorten: beim Weißwein Chardonnay, Weißburgunder und Grüner Veltliner, beim Rotwein Zweigelt und Blaufränkisch.

Die Familie der österreichischen Weinbaugebiete mit DAC-Status wächst weiter: Nach gründlichen Überlegungen und regionaler Konsensfindung legte das Weinbaugebiet Carnuntum einen DAC-Verordnungsentwurf vor, der nun von der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Maria Patek unterzeichnet wurde. Damit wird Carnuntum zum 14. österreichischen Weinbaugebiet mit spezifischem Schutz für gebietstypische Weine.

„Mit der nun beschlossenen DAC-Verordnung schlägt auch das Carnuntum den erfolgreichen Weg des Herkunftsmarketings ein. Es ist den Winzern gelungen, ein Profil herauszuarbeiten, das die Spezifika ihres Gebiets bei Rot- und Weißwein unmissverständlich transportiert und für noch stärkere Unverwechselbarkeit sorgen wird“, resümiert Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing (ÖWM).

Wie die Steiermark sowie das Kamp-, Krems- und Traisental setzt auch das im Osten von Wien gelegene, 906 Hektar Weinbaufläche umfassende Carnuntum künftig auf eine dreistufige DAC-Regelung: Gebietswein, Ortswein und Riedenwein. Der Sortenspiegel fokussiert auf die Paradesorten des Gebiets: bei den Weißweinen Chardonnay, Weißburgunder und Grüner Veltliner, bei den Rotweinen Zweigelt und Blaufränkisch. Reinsortige Carnuntum-DAC-Weine müssen ausschließlich aus diesen Sorten vinifiziert werden, Verschnitte zu mindestens zwei Dritteln. Das bedeutet, dass Cuvées auch bis zu einem Drittel andere Qualitätsweinrebsorten enthalten können – beim Rotwein etwa St. Laurent, Cabernet Sauvignon oder Merlot.

Mit charakterstarken Rotweinen und kraftvoll-strukturierten Weißweinen kann das Carnuntum schon seit einiger Zeit aufzeigen. Die neue DAC-Verordnung sieht vor, dass alle Weine der Geschmacksrichtung „trocken“ zu entsprechen haben und Rotweine zudem einen Alkoholgehalt von mindestens 12,0 % vol. aufweisen müssen. Darüber hinaus sollen Orts- und Riedenweine genügend Zeit für die Entwicklung ihres eigenständigen und ausdrucksstarken Charakters erhalten: Der Antrag zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer darf bei Weißwein nicht vor dem 15. März und bei Rotwein nicht vor dem 1. November des auf die Ernte folgenden Jahres erfolgen.

Die etablierte Marke „Rubin Carnuntum“ bleibt parallel zur DAC-Verordnung bestehen und ist auch in Zukunft Garant für besonders gebietstypische Zweigelt-Weine.
(oesterreichwein.at)






.. michael göpfart mit dem gekrönten murauer weißbier

JUNGER MURAUER BRAUT BESSERES WEISSBIER ALS DIE BAYERN

Michael Göpfart (36) ist technischer Betriebsleiter der Brauerei Murau. Er zeichnet für das „Murauer Weißbier“ verantwortlich, das jetzt ein Weltmeisterbier ist. Auf diesen Erfolg stoßen die Murauer kräftig an. Bei den jüngst in London vergebenen „World Beer Awards“ holte sich die Brauerei Murau den WM-Titel in einer ganz besonderen Kategorie: „Bavarian Style Hefeweiß“, also Weißbier im Bayernstil. „Wir haben uns schon gefreut, dass wir es in die Endausscheidung geschafft haben“, sagt Michael Göpfart, technischer Betriebsleiter der Brauerei. Doch die Krönung kam erst: unter 57 Bieren von Brauereien aus aller Welt holten sich die Obersteirer mit ihrem „Murauer Weißbier“ den Sieg, also noch vor der Weißbier-Großmacht Bayern. Wie das gelungen ist? „Ich habe im Produktionsprozess an ein paar Stellschrauben gedreht“, gibt sich der 36-Jährige diplomatisch; die Details sind Betriebsgeheimnis.

Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, als mit dem dafür hauptverantwortlichen Michael Göpfart kein Braumeister am Werk ist. Über einen solchen verfügt die Brauerei derzeit nicht. Nachdem vor einiger Zeit der Braumeister den Betrieb verlassen hat, haben sich die Verantwortlichen der Genossenschaft entschlossen, sich keinen Braumeister mehr von außen zu holen, sondern auf „Eigenbau“ zu setzen. Die Wahl ist wegen seiner Musterkarriere im Betrieb auf Michael Göpfart gefallen. Nachdem er ursprünglich Skispringer werden wollte und das in Eisenerz lernte, entschied er sich mit 17 für eine Lehre in seiner Heimatstadt Murau: „Brauer und Mälzer“ hieß das damals (heute Getränketechniker). Göpfart arbeitete dann als Brauer, später als Brauführer und ist jetzt technischer Betriebsleiter. Er war federführend beim Bau mehrerer technischer Anlagen, darunter die erst vor Kurzem eröffnete, acht Millionen Euro teure Abfüllanlage.

Der Obersteirer ist nicht nur für die Produktion, sondern auch für den Geschmack verantwortlich – was häufige Verkostungen des eigenen Gerstensaftes, aber auch von Bieren der Konkurrenz nötig macht. „Aber nur in Maßen, ich bin nicht jeden Tag betrunken“, lacht er. Braumeister will er noch werden, im September 2020 beginnt er die elfmonatige Ausbildung in einer Braumeisterschule in München: „Dort lerne ich, kann aber natürlich auch schon einiges von diesem Geschäft erzählen.“ Michael Göpfart ist verheiratet und hat zwei Kinder. Damit er keinen Bierbauch bekommt spielt der Murauer gerne Fußball und fährt Rad.
(kleinezeitung.at)






.. kohlbacher's bananenstauden in der steiermark

WENN IM EIGENEN GARTEN DIE BANANEN REIFEN ...

Der Trend hin zu Obst und Gemüse, das im eigenen Garten angebaut, gehegt, gepflegt und letztlich verspeist wird, erfreut sich immer größerer Beliebheit - so auch hierzulande. Lange Sommer und milde Winter verschaffen jedoch auch exotischen Pflanzen immer geeignetere Lebensbedingungen in unseren Breiten. So waren Äpfel, Erdbeeren, Gurken oder Paradeiser einem Hobbygärtner aus dem steirischen Mooskirchen nicht genug: Heuer kann er wohl zum ersten Mal seine eigenen Bananen im Garten ernten!

Zwar gibt es mittlerweile auch bedingt winterharte Sorten der exotischen Staude, die in einem temperierten Wintergarten oder als Kübelpflanze in einem frostgeschützten Bereich die kühle Jahreszeit überstehen kann. Dass sich aber auch ins Freiland gepflanzte Bananenstauden auch in unseren Breiten mittlerweile pudelwohl fühlen können, stellen Kohlbachers Pflanzen imposant unter Beweis.

„Eigentlich sind sie wie Unkraut“, berichtet Kohlbacher schmunzelnd. „Mittlerweile müssten es schon zwischen 50 und 60 Pflanzen sein, ich kann sie eigentlich gar nicht mehr zählen. Die größeren Bananenstauden haben bereits eine Höhe von viereinhalb Metern und eine Stammdicke von etwa 15 Zentimetern.“ Tropische Gefühle also, und das in der Weststeiermark.

Doch eine besondere Entdeckung sollte Kohlbacher am Dienstag in seinem Garten machen. „Zum ersten Mal seit der Pflanzung hab ich Früchte entdecken können“, so der Steirer mit dem grünen Daumen stolz. Und natürlich stellt sich sogleich die Frage: Zierfrüchte, oder auch essbar? „Tatsächlich essbar, ja. Allerdings bildet die Sorte nur kleine Bananen aus.“

Generell dürften es exotische Pflanzen dem Hobbygärtner angetan haben. „Ich habe auch schon eine Maracuja-Pflanze und Erdnüsse angebaut. Letztere hatten auch bereits Erträge“, meint Kohlbacher erfreut ...
(krone.at)






.. marillenknödel

ÖSTERREICHS MEHLSPEISKULTUR IST JETZT WELTKULTURERBE

Ein Verein hat fünf Jahre dafür gekämpft, dass Marillenknödel, Apfelstrudel und Co. in das Register der UNESCO aufgenommen wird. Österreichs Mehlspeiskultur ist zum Weltkulturerbe erklärt worden. Die UNESCO-Kommission hat sie im Juli in das Register "Guter Praxisbeispiele zur Erhaltung und Weitergabe des immateriellen Kulturerbes" aufgenommen, teilte der Obmann der "Freunde der österreichischen Mehlspeiskultur", Alfred Fiedler, am Freitag in einer Pressekonferenz in Linz mit.

Vor fünf Jahren hatte sich in Oberösterreich jene Initiative mit dem Ziel gegründet, ebenso wie schützenswerte Bauten, Naturdenkmäler oder traditionelle Handwerkskunst auch die Mehlspeiskultur als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. Seitdem habe Fiedler "dafür gekämpft und sich den Mund fusselig geredet", bedankte sich der Bundesinnungsmeister der Konditoren, Leo Jindrak, für dessen Engagement. Im Juli wählte ein Fachbeirat zehn besonders erfolgreiche Projekte aus Österreich aus, die in das UNESCO-Register aufgenommen wurden. Dabei wurde auch jener Verein berücksichtigt, weil er "die kulturelle Bedeutung sowie das erforderliche Wissen und die handwerklichen Fertigkeiten zur Herstellung von Mehlspeisen sichtbar", mache - "beginnend mit der Landwirtschaft als Rohstofflieferant bis hin zur Verarbeitung der Zutaten zu köstlichen Leckerbissen", hieß es wörtlich.

"Jetzt haben wir es amtlich, was wir schon lange wissen: Unsere Mehlspeisen sind Weltklasse", freute sich auch Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Welche in Österreich besonders beliebt sind, hat das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS vor fünf Jahren erfragt. 86 Prozent nannten die Sachertorte, für 78 Prozent ist die beliebteste warme der Kaiserschmarrn.
(kurier.at)






.. steirisches ketchup

GENUSS VOM STEIRISCHEN LIEBESAPFEL

Die jungen wilden Gemüsebauern präsentierten mit ihrem Steirer-Ketchup ein neues und innovatives Leitprodukt aus der Region. Sie haben Hochsaison und sind eine wahre Gaumenfreude in den heißen Monaten – die steirischen Sommerparadeiser. Rechtzeitig zum „Tag der Paradeiser“ am 8. August präsentierten nun die jungen wilden Gemüsebauern, eine 20-köpfige Bauerngruppe aus der Südoststeiermark, ihre neueste Innovation aus diesen roten Liebesäpfeln: Das Steirer-Ketchup.

Im Gegensatz zu den anonymen industriellen Varianten bietet das Steirer-Ketchup nicht nur Herkunftsgarantie, sondern es wird auch ausschließlich mit natürlichen Zutaten, ohne Geschmacksverstärker sowie mit wenig Salz und Zucker hergestellt. Als optimale Verpackung dient eine wiederverwertbare Glasflasche. Die Landesräte Johann Seitinger und Barbara Eibinger-Miedl freuen sich gleich über drei wichtige Eigenschaften des Produkts: „Dieses regionale Ketchup ist nicht nur nachhaltig hergestellt, es ist auch deutlich gesünder als internationale Massenware und schmeckt auch besser.“ Armin Lenz von den jungen wilden Gemüsebauern hebt auch die gute Zusammenarbeit mit Joanneum Research und STERTZ, dem steirischen Ernährungs- und Technologiezentrum, hervor. Beide Einrichtungen waren in den Entwicklungsprozess eingebunden.

Wie kritisch die internationalen Produkte eigentlich sind, zeigte der im Mai von der Landwirtschaftskammer durchgeführte Store-Check. Vizepräsidentin Maria Pein gibt einen Überblick: „Von 14 gängigen, im Lebensmittelhandel erhältlichen Produkten enthielten 13 überhaupt keine Angabe über die Herkunft der verwendeten Paradeiser. Auf vier Produkten wehten zwar Österreich-Fahnen, die die heimische Herkunft suggerieren. Im Kleingedruckten fand sich die tatsächliche Herkunft des Rohprodukts aber nicht.“ Diese Tatsache hat natürlich einen Grund, denn der Großteil der Verarbeitungsparadeiser stammt von internationalen Märkten wie China und Indien.
(neuesland.at)






.. bambusbecher

HOHE MENGEN AN SCHADSTOFFEN: FINGER WEG VON BAMBUSBECHERN

Auf den Verkaufsetiketten steht "Bambusbecher", "aus Bambusfasern" oder "dieser Becher wurde aus umweltfreundlichen Bambusfasern hergestellt": Oft werden die bunten, schicken Bambusbecher als biologisch abbaubar oder recycel­bar beworben. Zwar stimmt es, dass die Coffee-to-go-Becher aus fein zermahlenen Bambusfasern bestehen, doch das Pulver allein ergibt noch keinen Becher, wie die deutsche Stiftung Warentest feststellt.

Allein in Wien sollen täglich 200.000 Stück Kaffeebecher jeden Tag im Müll landen. Viele Konsumenten glauben daher, dass die biologisch abbaubaren oder recycelbaren Bambus-Mehrwegbecher eine saubere Alternative seien. Doch wie der Test von Stiftung Warentest zeigt, enthält jeder getestete Becher Kunststoff. Die meisten Becher enthalten zudem zu viele Schadstoffe oder sind falsch deklariert – sie hätten gar nicht verkauft werden dürfen.

In der Herstellung braucht das Bambusfaserpulver einen Klebstoff, dabei handelt es sich oft um Melaminharz. In allen zwölf getesteten Bechern war das auch der Fall: Bei Melaminharz handelt es sich um einen Kunststoff, der sich aus Formaldehyd und Melamin zusammensetzt.

Solange der Kunststoff ordentlich verarbeitet ist und bestimmte Bedingungen beim Gebrauch wie ein absolutes Mikrowellen-Verbot eingehalten werden gehen keine nennenswerten Schadstoffmengen in Lebensmittel über. Kindergeschirr besteht oft daraus und ist meist sicher.

Allerdings steht Melamin im Verdacht, Erkrankungen im Blasen- und Nierensystem zu verursachen. Formaldehyd reizt Haut, Atemwege oder Augen und kann beim Einatmen Krebs im Nase-Rachen-Raum verursachen.

So lief der Test der Verbraucherschutz-Organisation ab: Die Tester simulierten im Labor ein heißes, leicht saures Getränk wie Kaffee. Jeweils nach der dritten und siebten Befüllung wurden Gehalt von Formaldehyd und Melamin in der Flüssigkeit bestimmt. In vier der zwölf Becher wurden bereits nach der dritten Befüllung sehr hohe Melamin-Werte festgestellt, in drei weiteren nach der siebten Befüllung.

Auch Formaldehyd wurden in teils hohen Mengen in der Flüssigkeit gefunden. Nach der siebten Migrationsprüfung lagen die Werte teilweise sogar noch höher: Das bedeutet, dass die Schadstoffe auch nach längerer Nutzung noch in die Getränke gelangen.

Der eindeutige Rat der deutschen Konsumentenschützer: Finger weg von Bambusbechern. Aus mehr als der Hälfte der getesteten Becher gingen sehr hohe Mengen Melamin ins Getränk über. Die übrigen Becher erweckten fast alle mit falschen Werbeversprechen den Eindruck, mit dem Kauf würden Nutzer ein reines Bambusprodukt erwerben un umweltfreundlich konsumieren.
(kurier.at)






.. hans tschida

HANS TSCHIDA IST WELTBESTER SÜSSWEIN-WINZER 2019

Der burgenländische Winzer ist bei der "International Wine Challenge" zum sechsten Mal als Bester der Besten ausgezeichnet worden.

"Outstanding." So gratulierten Charles Metcalfe und Tim Atkin MW, als sie Hans Tschida als "Sweet Winemaker oft the Year" bei der International Wine Challenge (IWC) prämierten. Wobei sich das "Herausragend" wohl auf die Tatsache bezogen haben könnte, dass der Winzer aus dem burgenländischen Seewinkel den Titel der Besten der Besten bereits zum sechsten Mal erhalten hat.

Neben der renommierten Auszeichnung holte der Burgenländer auch die "Austrian Sweet Wine Trophy" für die Sämling 88 Beerenauslese 2015 (12,50 Euro), zwei Goldmedaillen, vier Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen nach Hause. Die Trophäe nahmen Hans Tschidas Frau Lisa und Tochter Daniela Salzl-Tschida in London entgegen. Hans Tschida: "Ich freu mich riesig. Süßwein ist einfach eine feine Sache, und es ist schön, wenn dies anerkannt wird."

Der Winzer rückt die Region rund um Illmitz erneut ins internationale Rampenlicht: Auf fünfunddreißig Hektar Rebfläche baut er im burgenländischen Seewinkel Sämling 88 (Scheurebe), Welschriesling, Chardonnay, Muskat Ottonel, Traminer und Weißburgunder an. Das pannonische Klima könnte für die Erzeugung von Botrytis-Weinen (Edelschimmel ) kaum besser sein, der Winzer strebt stets an, süffige Süßweine zu produzieren. Die Wettereinflüsse und die um den See verteilten Lacken und Salzlacken sorgen für warme Tage, kühle Nächte und für Feuchtigkeit, die für den Edelschimmel so wichtig ist.
(kurier.at)






.. kakao-import mit dem segelfrachter

JOSEF ZOTTERS KAKAO-IMPORT MIT DEM SEGELFRACHTER

Der umweltfreundliche Transport. Vier Tonnen Kakao-Bohnen aus Belize werden heute in Hamburg "feierlich" gelöscht. „Wir retten nicht das Klima, aber wir zeigen, dass es sexy ist“, sagt der steirische Schokoladenhersteller Josef Zotter. Ein Teil seines Bio-Kakaos, nämlich neun Tonnen von 350, kommt jetzt eben nicht mehr mit Containerschiffen, die mit Schweröl betrieben werden über den Atlantik, sondern unter Segeln.

Heute, Samstag legt die deutsche Avontuur, ein zweimastiger Gaffelschoner, der seit November unterwegs war, in Hamburg an. Das Entladen des alten Segelschiffs wird ein Event. Freiwillige löschen die Ware – Kaffee, Kakao und Rum – und bringen sie auf Lastenfahrrädern in ein Kontor.

In Wien gibt es das Segelprojekt Brigantes, das mit Avontuur kooperiert. Der Cargo-Segler Daniel Kravina fuhr nach Hamburg, um Josef Zotters vier Tonnen Kakaobohnen aus Belize "feierlich entgegenzunehmen. Er wird dafür sorgen, dass sie ökogerecht in einen Container verladen und mit dem Zug nach Graz gebracht werden. Von dort will Zotter seine Kakaobohnen stilecht mit einem E-Auto abholen lassen.

„Ich weiß, dass das noch keine Lösung ist,“ sagt Zotter, aber ihm gefällt „die Idee der Jungs. Für so was bin ich immer anfällig. Die muss man unterstützen. Es ist ein Anfang“. Zotter hat 20.000 Euro für das Brigantes-Projekt gesponsert. Das Segelschiff aus dem Jahr 1911 soll nach der Restaurierung in einem Jahr in See stechen.

Dass der Transport pro Kilo Kakao 2 Euro statt 3 bis 5 Cent am Containerschiff kostet, ist ihm egal. „Man kann ja nicht immer alles nur wirtschaftlich sehen.“ Als ihm die Brigantes Crew eine Werbefläche auf dem Segel anbot und gleich dazusagte, dass man das Zotter-Logo aber in keinem Hafen sehen würde, weil die Segel da schon eingeholt sein würden, antwortete er: „Ihr dürft’s nicht so ehrlich sein.“

Zotter ist gerne auch privat auf Segelbooten mit dabei und freut sich, dass die Brigantes auf ihren Fahrten auch Touristen mitnehmen wird.

Für das Endprodukt ist die längere Fahrt kein Problem: „Für den Kakao ist es sogar besser, denn wenn er länger auf See ist, ist er gut gereift“, sagt Josef Zotter, der sich damit irgendwie auch einen Bubentraum erfüllt hat. Und die fair getradete und gesegelte Schokolade kostet den Endverbraucher nur ein paar Cent mehr, weil kaum noch Lagerkosten anfallen.
(zotter.at)






.. parmaschinken

BETRUGSFALL: SCHWEINEREIEN MIT SCHINKEN

Seit zwei Wochen dürfen Schinken nicht mehr als Parmaschinken ausgewiesen sein. Ein Drittel der Jahresproduktion betroffen. 3,5 Millionen Schinken, ein Drittel der Jahresproduktion müssen vermutlich vom Markt genommen werden. Sie wurden beschlagnahmt, „da sie von Schweinen stammen, die mehr Gewicht haben, als den Normen des strengen Parmaschinken-Konsortiums entsprechend erlaubt ist“, wird einer der vier Schinkeninspektoren von „Parma Qualita“ zitiert. Die Inspektoren sind aus Protest Anfang Juni zurückgetreten. Sie beklagten „Managementprobleme und nicht geteilte Entscheidungen“.

Bei der Produktion von Parmaschinken geht es offenbar ähnlich zu wie beim Olivenöl-Panschen. Italienische Staatsanwaltschaften ermitteln, zwei in Turin, zwei in Pordenone. Mehr als 70 Personen aus 30 Firmen sollen angeklagt werden. Denn ihr Parmaschinken mit dem berühmten Kronen-Stempel ist eigentlich ein No-Name-Produkt und keine Delikatesse. Dabei geht es um einen Jahresumsatz von 1,7 Milliarden Euro. 50.000 Jobs stehen auf dem Spiel.

Begonnen hat der Skandal vor zwei Jahren: Damals kam heraus, dass für die streng reglementierte Schinkenproduktion schon der Stammbaum der Schweine nicht stimmte. Es waren nämlich keine langsam wachsenden Parmaschweine. Die Muttertiere waren durch die Samen dänischer Eber befruchtet worden, ihre Ferkel wuchsen schneller, wurden schwerer und setzten weniger Fett an.

Die Tiere wurden unter grauenhaften Bedingungen gehalten. Die italienische Tierschutzorganisation Lega Anti Vivisezione (LAV) filmte in sechs Schweinefarmen undercover. Die Schweine wurden dicht aneinandergedrängt in völlig dunklen und verdreckten Ställen gehalten. Die meisten hatten routinemäßig abgeschnittene Schwänze.

„Die derzeitigen Kontrollen sind eine Heuchelei,“ gibt einer der zurückgetretenen Inspektoren zu. „Als wir bei der Schlachtung dabei waren, waren 20 Prozent der Schweine für das Siegel für die geschützte Herkunftsbezeichnung ungeeignet, aber nicht einmal vier Prozent wurden aussortiert.“

Parmaschweine dürften zwischen 144 und 176 Kilo wiegen, die Schweine mit dänischen Wurzeln brachten viel mehr auf die Waage.
(kurier.at)






.. walfleisch in dosen

JAPAN NIMMT KOMMERZIELLEN WALFANG WIEDER AUF

Nach 68 Jahren tritt Japan aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus. Mit 1. Juli gibt die Regierung grünes Licht für die Wiederaufnahme kommerzieller Walfangaktivitäten und widersetzt sich dem Walfangmoratorium, einem internationalen Verbot der kommerziellen Jagd auf Großwale. "Japan harpuniert Wale und mit dazu die Walfangkommission", kritisierte Nicolas Entrup von der NGO Ocean Care.

Japan ist der erste Staat, der außerhalb des international für die Regulierung des Walfangs zuständigen Gremiums für kommerzielle Zwecke Bartenwale tötet. Auch Island und Norwegen würden sich mittels Vorbehalten gegenüber dem Moratorium Walfangquoten für kommerzielle Zwecke genehmigen – dafür stünden sie nicht minder in der Kritik von Walschützern, so die NGO. Doch Japan verlasse nun gänzlich die Bühne der internationalen Zusammenarbeit. Die Meeresschutzorganisation appelliert daher an die internationale Staatengemeinschaft, diesen Alleingang nicht reaktionslos zu akzeptieren.

Ocean Care fordert zudem von den IWC-Mitgliedsstaaten eine grundlegende Neuausrichtung der IWC, die sämtliche Formen des Walfangs, ausgenommen für Subsistenzzwecke indigener Völker, dauerhaft unterbindet. Die Kommission solle etwa mit einem Vollzugsgremium ausgerüstet werden, das die Implementierung von Beschlüssen prüft und bei Nichteinhaltung Sanktionen setzen kann.

Auf der Abschussliste Japans stehen Bartenwale wie Zwerg-, Sei- und Brydewale, gejagt werde in den Küstengewässern und in der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans. Die Jagd werde das ganze Jahr hindurch erlaubt sein, bis die Quoten erreicht sind, hieß es von Ocean Care. Japans kommerziellen Walfangansprüchen stehe aber kein Bedarf an Walfleisch in Japan oder anderswo auf der Welt gegenüber. Mit dem IWC-Austritt werden die Walfänger nicht mehr dem Verbot des Fangs bestimmter Arten unterliegen. Damit geraten auch andere Arten ins Visier der Waljäger, wie zum Beispiel Grindwale und Zahnwale wie Baird-Schnabelwale. Aktuell lasse sich nicht einschätzen, wie viele Wale Japan künftig töten wird.

Japan importiert weiterhin auch tausende Tonnen Walfleisch aus Island und Norwegen, so Ocean Care. Die drei Länder haben jeweils einen Vorbehalt gegenüber dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Cites) eingereicht und sind damit formal nicht an das Handelsverbot gebunden. Seit Jahren streben die Walfangnationen danach, neben dem Walfangmoratorium auch das Handelsverbot aufzuheben. Nimmt dieser unregulierte Handel weiter zu, werde die Wirksamkeit von Cites massiv beeinträchtigt.

Das Walfangmoratorium zähle zu den größten Errungenschaften des internationalen Artenschutzes. Wurden vor Inkrafttreten durchschnittlich mehr als 30.000 Großwale pro Jahr erlegt, so seien es heute noch etwa 1.500. "Die Wirkung internationaler Beschlüsse steht und fällt mit ihrer Umsetzung. Das gilt für sämtliche Artenschutzübereinkommen", sagte Entrup. "Bleibt Japans IWC-Austritt ohne Folgen, verliert der internationale Artenschutz seine Glaubwürdigkeit. Ein zu hoher Preis."
(derstandard.at)






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