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.. ein frohes und genussvolles weihnachtsfest!

EIN FROHES UND GENUSSVOLLES WEIHNACHTSFEST!

Die Zeit fliegt, kaum hat der Advent begonnen ist auch schon Weihnachten da. In einigen Tagen ist es soweit, wenn der Christbaum leuchtet, Weihrauch duftet, die Geschenke bereit liegen und das Festessen serviert wird. Die Weihnachtstage sind immer auch ein kulinarischer Genuss.

Auch heuer ist mein Weihnachtsgeschenk an Euch die Zusammenstellung und Anleitung für ein 4-gängiges Weihnachtsmenü, das leicht nachzukochen ist und aus heimischen, saisonalen Zutaten besteht.

Ich wünsche allen meinen Besuchern ein friedvolles, besinnliches, aber auch genussvolles Weihnachtsfest!

ISS-XUND! ruht bis Anfang Jänner, dann geht's wieder ausgeruht und motiviert weiter!

  hier geht's zum Weihnachtsmenü ...

Johannes, am 18.12.2019






.. selbstgebackene weihnachtskeks

PALMÖL IN WEIHNACHTSKEKS

Palmöl steckt sogar in Kokosbusserln aus dem Supermarkt, obwohl man für diese überhaupt kein Fett brauchen würde. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nahm 208 Sorten Weihnachtsgebäck von Billa, Denn‘s, Hofer, Interspar, Lidl, Merkur und Penny unter die Lupe. Untersucht wurden unter anderem Vanillekipferl, Lebkuchen, Dominosteine, Zimtsterne, Spekulatius, Teegebäck, Hauskekse und Kokosbusserl.

Ein Drittel der Kekse enthielt Palmöl. Auffällig laut Testern war, dass sich Palmöl auch in Produkten fand, bei denen in der klassischen Rezeptur eine Verwendung von Fetten oder Ölen gar nicht vorgesehen ist. So kamen beispielsweise nicht einmal die Hälfte der Zimtsterne und Kokosbusserl ohne Palmöl aus. Den größten Anteil an palmölfreien Produkten gab es bei Lebkuchen und Dominosteinen.

Den Konsumentinnen und Konsumenten, die palmölfreie Produkte kaufen möchten, hilft letztlich nur das genaue Studium der Zutatenliste. Auch plakative Auslobungen wie 'mit Butter' oder Hinweise auf eine "traditionelle Zubereitung" sind leider keine Garantie für palmölfreie Erzeugnisse.

Wer seinen Palmölverbrauch möglichst gering halten möchte, dem hilft – neben der sorgfältigen Auswahl der Produkte – eigentlich nur: weniger kaufen, mehr selber zubereiten. Wer sein Weihnachtsgebäck selber macht, kann die Zutaten auswählen und entweder mit Butter backen oder auf eine palmölfreie Margarine zurückgreifen.

Johannes, am 12.12.2019






.. containershop im weinviertel

ANDERS EINKAUFEN AUF DEM LAND

Österreich hat im Lebensmitteleinzelhandel eine besonders hohe Konzentration an Supermärkten. Auf dem Land bedeutet das seit vielen Jahren vor allem, dass kleine – oder auch gar nicht so kleine – Dörfer kein Geschäft mehr haben. Den vielbeschworenen Greißler in der klassischen Form gibt es immer seltener.

Doch das Zusammentreffen zweier Trends sorgt zumindest lokal teilweise für einen Ausgleich: Gerade in größeren Einzugsgebieten mit vielen Pendlerinnnen und Pendlern gibt es zunehmend alternative Angebote. Sie können den Supermarkt natürlich nicht ersetzen, aber zumindest kann man sich einige der Fahrten sparen. Und das oft noch verbunden mit dem Wissen, regional und/oder bio einzukaufen – auch wenn das Angebot seinen Preis hat.

Immer häufiger sind, etwa rund um Wien, Containershops zu finden. Das sind tatsächlich auf die fast sprichwörtlich „grüne Wiese“ gestellte Frachtcontainer. Ob Sonntagfrüh schnell Milch für das Frühstück oder unter der Woche am Nachhauseweg von der Arbeit noch für das Abendessen das Nötigste besorgen: Die Containershops sind so etwas wie das ländliche Pendant zum Tankstellen- oder Bahnhofsshop in der Stadt.

Ihr großer Vorteil: Sie haben ausgedehnte Öffnungszeiten oder sind vielfach überhaupt rund um Uhr offen. Sie bieten damit ein Service, das es sonst nur in der Stadt gibt. Die Selbstbedienungscontainer bieten eine Mischung aus den wichtigsten Milch- und Fleischprodukten, Eiern, Brot, Obst und Gemüse. Dazu kommen Fertigwaren aus bäuerlicher Produktion wie Nudeln, Mehl, Müslis und Eingemachtes sowie Säfte, Wein und Bier.

Bezahlt wird dabei meist mit Bankomatkarte. Teils muss man sich die Summe noch selbst ausrechnen – ein Taschenrechner liegt für diese Zwecke auf; immer öfter aber können die Produkte einfach eingescannt werden. Das ist einfacher, geht schneller und sich verrechnen ist auch nicht mehr möglich.

Johannes, am 4.12.2019






.. heisser glühwein

PUNSCHRALLY AUF ADVENTMÄRKTEN

In meiner Jugend entstanden die ersten Glühwein- und Punschhütten auf den damals noch raren Christkindlmärkten. Meist selbstgemacht aus Wein und dem damals omnipräsenten Glühfixsackerl. Es gab weissen und roten Glühwein, nicht zu süss, aber mit Zucker zum Nachsüssen.

Der Erfolg wurde zu einem Hype und die selbstgebrauten Glühweine mussten Industriefertigprodukten aus dem Kanister weichen ... in der Regel viel zu süss. Hinzu kamen die ersten Punsche, ebenfalls fast ausschliesslich Fertigprodukte und viel zu süss. Trotzdem unternahm fast jeder in der Adventszeit eine "Rally" von Hütte zu Hütte. Besonders an kalten Tagen war dies abends sehr beliebt.

Doch die Nebenwirkungen dieser alkoholischen Süssgetränke waren für die meisten nach grösserem Konsum schwerwiegend. Katerstimmung und Kopfschmerzen am nächsten Tag waren vorprogrammiert. Aber den Schwur, niemals wieder eine "Glühweinrally" mitzumachen, brach man spätestens im nächsten Jahr. Kurz, die Qualität der ausgeschenkten Heissgetränke war eine zeitlang erbärmlich ... meistens halt.

Doch in den letzten Jahren wurde nicht nur die Kreativität beflügelt und es werden fantasievolle wie auch ausgezeichnete, neue Produkte angeboten, die nicht nur aus dem Kanister stammen, sondern mit Gefühl und Geschmack selbst komponiert und produziert werden. Heutzutage kann man ohne grössere Nebenwirkungen am nächsten Tag eine Punsch- und Glühweinrally mitmachen. Übrigens mein Favoriten heuer sind Glüh-Gin und Glüh-Schilerol ;-)

  mehr über Punsch, Glühwein & Co. auf ISS-XUND!

Johannes, am 25.11.2019






.. helene gallent in den usa

KÄRNTNER EHEPAAR SORGT MIT APFELSTRUDEL FÜR FURORE

In einem Vorort von Washington wird ein neues Kapitel einer rot-weiß-roten Erfolgsstory aufgeschlagen. Vor zweieinhalb Jahren gründete die Kärntnerin Helene Gallent mit ihrem Mann Bernhard ein Unternehmen, das sich ganz dem Apfelstrudel verschrieben hat. Jetzt schwenkt Little Austria auf Expansionskurs ein.

Courage, Ehrgeiz, Leidenschaft und Kreativität - mit diesen Zutaten startete die heute 32-jährige Jung-Mama 2017 ihr Business. Aus einem Zufall heraus, wie Helene Gallent im „Krone“-Interview erklärt: „Ich bin eigentlich Sonderschullehrerin, musste aber ein Jahr auf meine Arbeitsbewilligung warten.“ Anstatt die Hände in den Schoß zu legen, begann die Kärntnerin aus Hochrindl zu backen.

Im Freundeskreis war ihr „Apple Strudel“ dermaßen angesagt, dass sich daraus rasch eine Geschäftsidee entwickelte. Nach und nach eroberte das Ehepaar immer mehr Gaumen zahlloser Besucher auf den beliebten Bauernmärkten in Washington, D.C. Alle Zutaten, vom Mehl bis zu den Äpfeln, stammen übrigens von Farmen aus der Region und sind - soweit verfügbar - bio.

Jetzt folgte der nächste, logische Schritt: In Sterling im Bundesstaat Virginia - rund eine halbe Autostunde von der Hauptstadt entfernt - errichteten die Gallents in Eigenregie eine nagelneue Großbäckerei. Der Mitarbeiterstand ist von zwei auf sieben angewachsen. Zudem startete vor wenigen Wochen der Online-Shop: „Wir bekommen Bestellungen aus mehreren Bundesstaaten bis nach Florida“, so die Kärntnerin. Das aufstrebende Start-up mit rot-weiß-roter Handschrift machte sich nun auch gesellschaftlich einen Namen. So wurde Little Austria in der Vorwoche von der Wirtschaftskammer der Region Loudoun County als Unternehmen des Jahres geehrt.

  Little Austria (little-austria.com)

Johannes, am 14.11.2019






.. wiener schnitzel vom gentechnikfreien schwein

SCHWEINSSCHNITZEL SIND GENTECHNIKVERSEUCHT

Der Greenpeace-Marktcheck hat im November das Angebot von Schweinefleisch in den Supermärkten geprüft. Das Ergebnis: Im Großteil des handelsüblichen Schweinefleischs steckt Gentechnik – auch in Produkten mit dem AMA-Gütesiegel.

Dort mangelt es aber an Transparenz: Konsumenten erfahren nicht, wenn sie Fleisch von Schweinen kaufen, die mit Gentech-Soja aus Übersee gefüttert wurden. Gentechnikfreies Schweinefleisch oder gar Bio-Fleisch vom Schwein sind die Ausnahme im Regal. Einige Supermärkte bieten allerdings auch gentechnikfreie Produkte unter ihren Eigenmarken an. Beim Schweinefleisch-Marktcheck liegen Hofer, Interspar und Merkur gleichauf mit einem "Befriedigend" vorne.

"Niemand möchte Gentechnik am Teller. Und niemand möchte Waldzerstörung und Tierleid als Beilage zum Schnitzel", sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Doch auch in Österreich leben Schweine meist auf viel zu engem Raum und fressen Gentechnik-Soja aus Übersee für das oft wertvolle Wälder gerodet wurden.

"Die Konsumenten bleiben im Dunkeln darüber, wie viel Gentechnik-Soja in ihrem Schweinefleisch steckt. Denn die Produkte sind nicht gekennzeichnet", kritisiert Theissing-Matei. Obwohl sich eine überwältigende Mehrheit der Österreicher gegen Gentech-Futtermittel ausspricht, landet bei rund 90 Prozent der österreichischen Schweine Gentech-Soja aus Übersee in den Trögen – sogar bei Schweinen mit dem staatlichen AMA-Gütesiegel. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Greenpeace zeigt, wissen 64 Prozent der Österreicher nicht, dass auch Schweine mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel mit Gentech-Futter aus Übersee gemästet werden.

Sechs von neun überprüften Supermarktketten bieten aber auch gentechnikfreies Schweinefleisch an. Dabei handelt es sich um konventionelles Schweinefleisch aus Tierwohlprojekten, in denen die Tiere unter besseren Haltungsbedingungen leben als im Gesetz mindestens vorgeschrieben ist. Erhältlich ist dieses Schweinefleisch unter den Marken: "Merkur Fair zum Tier", "Fairhof" bei Hofer, "Tann schaut drauf bei Spar", "Hütthalers Hofkultur" bei MPreis und „AMA+, Mehr Tierwohl" bei Lidl.

Gentechnikfreie Produkte erkennt man an dem grünen Ohne-Gentechnik-Logo. Darüber hinaus sind auch alle Bio-Produkte immer 100 Prozent gentechnikfrei.

Johannes, am 5.11.2019






.. frische, steirische trüffel

STEIRISCHE TRÜFFELSAISON

Abermals ein Höhepunkt im Kulinarik-Jahr der steirischen Landeshauptstadt: vom 30. Oktober bis 9. November findet das Trüffelfestival in Graz (Paradeishof, Innere Stadt) statt. Im Laufe der letzten Jahre hat sich Graz und vor allem die Südost-Steiermark (Vulkanland) zu einem Eldorado für heimische Trüffel entwickelt.

Das Trüffelfestival Graz ist ein wahres Fest rund um die exquisite Edelknolle und feiert das Trüffelvorkommen in Graz. Bei den Trüffelwanderungen im Grazer Leechwald wird viel Wissenswertes zu den Themen Trüffel und nachhaltige Waldbewirtschaftung vermittelt. Anschließend kann man ein Gericht mit den gefundenen Trüffeln verkosten. Beim internationalen Trüffelmarkt im Paradeishof wird es neben eben den prominenten internationalen und schon bereits bekannten Trüffeln aus Alba oder aus Istrien auch ein kleines, feines Angebot der Graz Trüffel geben. Es werden qualitativ hochwertige und innovative Trüffelprodukte von bodenständigen und authentischen Produzenten angeboten.

Vor wenigen Jahren noch eine exotische, sehr teure Zutat exklusiver Speisen, findet die Trüffel, da sie nun auch in unseren Regionen gefunden wird, immer öfters Eingang in die privaten, heimischen Küchen. Die Trüffel mag es einfach! Bei einfachen Gerichten kommt das Aroma des frischen Edelpilzes am besten zur Geltung. Pasta mit gehobelter Trüffel oder eine Eierspeise als Grundlage eigen sich hervorragend, um die Trüffel in den Mittelpunkt zu stellen. Eines voran gilt allen Gerichten: Der Trüffel darf nicht zu heiß werden! Deshalb verfeinern Sie Ihre Speise erst kurz vor dem Servieren oder als "Erlebnis" direkt am Tisch. Und: Nicht lange auf den Trüffelgenuss warten, denn sie verlieren von Tag zu Tag an Aroma. In einem verschraubten Glas, eingewickelt in Küchenpapier, halten sie sich im Kühlschrank um die 7 Tage.

Anlässlich des Trüffelfestvals in Graz wurden auch drei spezielle Weine aus der Steiermark, die möglichst perfekt mit Trüffelgeschmack harmonieren, vorgestellt. Am Trüffelfestival stehen sie zur Verkostung bereit.

  mehr über Trüffel auf ISS-XUND!

Johannes, am 24.10.2019






.. allerheiligenstriezel

STRIEZELPASCHEN

Den Allerheiligenstriezel kennt man landläufig. Im niederösterreichischen Weinviertel kennt man den auch. Allerdings ist die Art und Weise, wie man an den jährlichen Allerheiligenstriezel kommt, etwas ungewöhnlich. Im Weinviertel gibt es den alten Brauch des "Striezelpaschens".

Dabei wird in örtlichen Gasthäusern um den Allerheiligenstriezel gepascht ... also gewürfelt. Die Striezel werden vom Wirt gekauft und man kann sich um einen kleinen Obolus an "Paschergruppen" beteiligen, die um einen oder mehrere Striezel würfeln. Jener "Pascher", der in mehreren Durchgängen die höchste Augenzahl (Punktezahl) erreicht, darf sich den Striezel mit nach Hause nehmen. Ein feucht-fröhlicher Abend ist sicher.

Wir waren eine große Familie, wo meist mehrere von uns zum Striezelpaschen gingen. Das Resultat war, entweder wir gewannen Striezel, die für mehrere Wochen reichten, oder einmal mussten wir, trotz großer Anstrengung, Allerheiligen ohne Striezel verbringen ;-)

Ein ländlicher Brauch, der leider im Verschwinden begriffen ist, so wie auch die ländlichen Gasthäuser immer weniger werden ...

Johannes, am 18.10.2019






.. südsteiermark

ÜBERLAUFENE SÜDSTEIERMARK

Die Südsteiermark bietet außergewöhnliches. Nicht nur eine spektakuläre Landschaft - man die Südsteiermark auch die "steirische Toskana" - sondern auch eine einzigartige Kulinarik. Nebst hochklassigen Weinen, Destillaten, Likören und Säften kommt auch die Küche nicht zu kurz. Haubenlokale, Gasthäuser und Buschenschenken rittern um's leibliche Wohl der Touristen und Ausflügler.

Das hat nicht nur Sonnen- sondern auch Schattenseiten. Bei einem derart warmen und sonnigen Herbst wie heuer, ist die Südsteiermark heillos überlaufen. Tausende Autos, Busse, Motorräder, Fahrräder und Wanderer stürmen das Rebenland an der slowenischen Grenze. Es kommt zu Staus, zugeparkten Straßen, überfüllten Lokalen und längeren Wartezeiten. So kann ein Traumausflug schnell zu einem Albtraumausflug werden ...

Deshalb meine Empfehlung. Entweder man besucht die Südsteiermark zu jenen Zeiten, wo nicht so viele Ausflügler und Touristen unterwegs sind. Das ist im Frühjahr und Sommer, dabei präsentiert sich die Gegend ebenso spektakulär und einzigartig wie im Herbst und die Einheimischen haben mehr Zeit für Sie. Oder sie weichen in die eins der beiden anderen steirischen Weinbau- und Tourismusgebiete aus, die kaum weniger schön und interessant sind: das oststeirische Vulkanland oder das weststeirische Schilcherland. Kulinarisch stehen sie der Südsteiermark um nichts nach und günstiger, weil noch nicht so bekannt, sind die beiden Gebiete noch dazu.

Johannes, am 13.10.2019






.. gift im essen

UNSERE "GUTEN" LEBENSMITTEL ...

Titanoxid (E171) im Tortendekor, Arsen im Reis, Pestizide im Gemüse, Mikroplastik und Radioaktivität im Mineralwasser, Äpfel aus Asien in heimischem Apfelsaft, österreichisches Hühnerfleisch aus der Ukraine, Bio-Eier aus Hühnerfabriken, synthetische Farbstoffe, die krebserregend sind, zuviel Wasser im Tiramisu ... wir werden immer öfters von den Lebensmittelkonzernen abgezockt und verarscht. So, als würden Lebensmittel ohne bedenkliche Inhaltsstoffe nicht produzierbar sein ...

Deshalb ist es immer wichtiger, nicht nur Bio-Lebensmittel zu kaufen, sondern sich auch zu informieren, was in den - im Besonderen billigen - Lebensmitteln steckt. Obwohl, so leicht ist das nicht, denn zunehmend suggerieren Werbung und Verpackung falsche Tatsachen! So kommen der Großteil eingelegter Gurken und Pfefferoni heimischer Firmen aus Asien. Ebenso das Apfelkonzentrat für österreichischen Apfelsaft.

Viele bedenklichen Inhaltsstoffe bei Halbfertig- und Fertiglebensmittel werden nur als E-Nummer angegeben. Es ist Vorsicht geboten, denn Zusatzstoffe mit E-Nummern können unbedenklich (zB. E 100 - Curcumin, Naturfarbstoff ... E 270 - Milchsäure ... E 410 Johannisbrotkernmehl) oder äusserst bedenklich sein (zB. E 131 Synthetischer Triphenylmethanfarbstoff ... E 171 Titandioxid ...E 586 4-Hexylresorcin ).

  Liste der Lebensmittelzusatzstoffe (E-Nummern)

Johannes, am 9.10.2019






.. tapas auf mallorca

DER URLAUB IST WIEDER VORBEI

Es waren schöne und erlebnisreiche Tage, die ich mit meiner Partnerin auf Mallorca verbrachte. Nein, nein, nicht im Süden der Insel, sondern im Norden, der für seine bergige Landschaft, seine wunderschönen Buchten und seiner traditionellen Kulinarik bekannt ist. Wir waren in Cala Rajada, ein Touristenort wie so viele andere auch. Billig-, Ramsch- und Souveniershops, kleine Supermärkte, Autovermietungen und Immobilienbüros säumen die Straßen. Nur unterbrochen von Tapas Bars, Restaurants und Bars. Nichts aufregendes also?

Doch, die Kulinarik in dieser Kleinstadt. Wenn man ein wenig selektiert und Empfehlungen der Einheimischen folgt, ißt und trinkt man hier auf hohem Niveau bei sehr günstigen Preisen. Zum Beispiel im Llagost, einer Tapas Bar auf der L'Agulla. Dazu wird bester spanischer Wein oder selbstgemachter Sangria serviert. Begeistert waren wir beide natürlich von dem Meeresfrüchte- und Fischangebot, besonders in den kleinen Lokalen am Hafen. Herausragend waren allerdings Kanninchen in einer Zwiebelsauce und Schweinsfilet in Orangensauce ... jeweils unter 10 € pro Portion!

So unaufregend Cala Rajada ist, so spektakulär ist die gebirgige Umgebung im Norden der Stadt. Viel Sonne, tolle Panoramen, wunderschöne Buchten, herrliche Bergstraßen und immer wieder Cafés, Tavernen und Bars, die zum Verweilen einladen. Mallorca war die Reise wert ... auch ohne den Trubel und Halligalli des Südens (Ballermann).

Doch nun, wieder in Graz, freue ich mich auf die herbstliche, steirische Küche, auf Sturm und Kastanien und Ausflüge in die Süd- und Weststeiermark!

Johannes, am 30.9.2019






.. restaurantküche

WARTEZEIT IN RESTAURANTS ... EIN PROBLEM?

Dreimal konnte ich in den letzten Wochen erleben, dass in gehobenen Restaurants abends die Gäste nach relativ kurzer Zeit ihr bestelltes Essen, teils sogar lautstark, urgierten. Einmal stand ein Tisch sogar auf und verließ laut schimpfend das Lokal. Als ich den Kellerner fragte, der ihnen kopfschüttelnd hinterhersah, was sie denn bestellten, sagte er: "Risotto, Steinpilzrisotto."

Zum einen ist es ein unbedingter Qualitätsstandard, dass Speisen erst nach der Bestellung frisch zubereitet werden, also "a la minute" gekocht. Mit Ausnahme von Braten und teilweise Saucen, etc. Zum anderen benötigen Gerichte wie Risotti zumindest eine halbe Stunde für die Zubereitung ...

In unserer Zeit ist "Zeit" ein Problem. Selbst zum Genießen nehmen sich viele Menschen kaum mehr Zeit. Gerade deshalb boomt die Convenience Industrie (Fertiglebensmittel). Hauptsache es geht schnell, auch die Nahrungsaufnahme.

Doch dann dürfen wir keine allzugroßen Erwartungen in die Qualität des Gerichtes hegen. Frisch zubereitet ist einfach besser und hochwertiger - in jedem Fall! Darum müssen wir uns Zeit nehmen zum Genießen. "Slow Food" ist angesagt. Wer genießen möchte braucht Zeit. Hochwertige Gerichte zu produzieren, braucht Zeit. Und Zeit ist ein Mangel, es muss alles schnell gehen, in unserer hyperaktiven Welt.

Gerade deshalb sollten wir uns zum Kochen und Genießen Zeit nehmen. Denn der sprichwörtliche "Genuß" entschädigt uns für alles!

Johannes, am 2.9.2019






.. lange tafel in graz

"LANGE TAFEL": BIS ZULETZT HOFFTE MAN AUF EIN ENDE DES REGENS

Umsonst hofften die Veranstalter Samstagabend auf ein Ende des Nieselregens. Geschmaust wurde schließlich im Stefaniensaal statt am Hauptplatz und in der Schmiedgasse. Das Wetter machte es am Samstag besonders spannend: Anders als in Teilen von Graz-Umgebung blieb das Grazer Stadtgebiet zwar von heftigen Gewittern verschont. Regentropfen blieben gegen Abend aber nicht aus.

Während man den Gästen der "Langen Tafel der Genusshauptstadt" den Aperitif noch wie geplant um 17 Uhr im Landhaushof servieren konnte, musste man für das festliche Essen letztendlich auf Plan B ausweichen. Statt wie geplant am Hauptplatz und in der Schmiedgasse wurden rund 300 Gäste an die Tafel im Stefaniensaal gebeten. Köstlichkeiten, die dort serviert wurden: Geräucherter Bio-Gebirgssaibling, steirische Schwammerl-Canneloni ...

Vor allem Gäste, die von auswärts für die "Lange Tafel" nach Graz gekommen waren, wurden im Stefaniensaal bewirtet. Die übrigen rund 450 Besucher der "Langen Tafel" mussten das Genießen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Die gekauften Karten werden automatisch zu Gutscheinen, die bei Partnerbetrieben der Genusshauptstadt eingelöst werden können.

30 Grazer Top-Köche verwöhnten die Gäste bei der zehnten Auflage der "Langen Tafel" kulinarisch. Sternekoch Johann Lafer wurde als Überraschungsgast aufgeboten.

Johannes, am 25.8.2019






.. essen im gefängnis

HÄFTLINGE WERDEN ZU ILLEGALEN FOOD-BLOGGERN

Seit gut zwei Wochen twittern drei Häftlinge einer Justizvollzugsanstalt in Berlin über ihr Essen. Sie bemängeln die Qualität der Lebensmittel. Über Twitter teilen Häftlinge eines Berliner Gefängnis ihr Essen mit der Außenwelt. Eine Art des prisonalen Foodbloggings. Dies obwohl Smartphones verboten sind und sie mit einer Strafe rechnen müssen. Seit Anfang August ist der Twitter-Account @Gefngniscuisin1 in Betrieb.

Laut eigenen Aussagen stecken drei Häftlinge hinter dem Profil. Ihr Fazit: Auch eine halbe Karotte kann im Gefängnis eine ganze Portion sein. Gegenüber der Stuttgarter Zeitung heißt es von den Bloggern: "Ernährung ist für uns alle ein großes Thema, und die Art und Weise wie hier mit Ernährung umgegangen wird, ist beängstigend."

Auf den Bildern zu sehen sind Blechgeschirre auf blauem Hintergrund. Mal ist es eine kleine Portion Schupfnudeln. In einem anderen Post ist nur eine kleine Suppe mit Semmel zu sehen. Mit ihrem Account wollen die Häftlinge auf die katastrophalen Mahlzeiten aufmerksam machen. Zu jedem Beitrag posten sie noch einen ironischen Kommentar.

"Die Verpflegung ist unterirdisch und zudem ist das warme Essen zu kalt, und die Hygiene lässt zu wünschen übrig", kritisieren die Gefangenen auf ihrem Account. Laut Behördenangaben erhalten die Gefangenen tägliche eine Verpflegung von etwa 2800 Kilokalorien. Außerdem werde das Essen täglich auf die Qualität überprüft. Dem widersprechen die Blogger: "Wir gehen von maximal 1800 Kalorien aus. Dazu fehlt es an Eisen und Vitaminen."

Die Justizvollzugsanstalt Heidering gehört zu den modernsten Gefängnissen in Deutschland. Sie bietet Platz für über 600 Häftlinge. Im Vergleich zu anderen Berliner Gefängnissen gilt die Versorgung in Heidering als besser.

Johannes, am 17.8.2019






.. heimischer saibling

KLIMAWANDEL BEDROHT STEIRISCHE FISCH-WELT

Die Anzahl der Fische in den steirischen Gewässern ist in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch gesunken. Grund dafür sind nicht nur neue natürliche Feinde, sondern vor allem auch der Klimawandel. Der Altausseer See etwa ist mittlerweile so warm, dass fraglich ist, wie lange sich der Saibling hier noch wohlfühlen wird.

Noch vor wenigen Jahren stieg die Temperatur im Altausseer See nie über 20 Grad. „Mittlerweile gibt es Tage, da werden auf der Seewiese bis zu 27 Grad gemessen“, weiß Otto Kalß von der Fischereivereinigung vor Ort. Für den Saibling, der hier heimisch ist und von dessen Fang der Berufsfischer lebt, bedeutet das eine Bedrohung: „Er braucht klares, kaltes und sauerstoffreiches Wasser - auf Dauer kann der Saibling bei so hohen Wassertemperaturen nicht überleben.“

Schon jetzt ziehe sich der Saibling immer früher in tiefere und kühlere Seeschichten zurück: „Früher haben wir bis in den September gefischt, jetzt ist die Saison schon Anfang August vorbei“, erklärt Kalß. Und auch in der Fischzucht, die er im See betreibt, werden die Ausfälle immer größer. „Ich bin mir nicht sicher, wie lange es bei den Bedingungen die Fischerei am Altausseer See noch geben wird“, sagt er.

Und die Situation ist nicht nur in den Seen im Ausseerland dramatisch. So erzählt etwa der Werndorfer Fischzüchter Helfried Reimoser, dass auch er mit einem sinkenden Grundwasserspiegel zu kämpfen hat: „Unsere Zuchtteiche müssen wir ohnehin schon längst mit Sauerstoff versorgen. Durch den Klimawandel wird die Fischzucht immer aufwändiger und riskanter.“

Auch Friedrich Ebensperger, Obmann des Landesfischereiverbands Steiermark, stimmt zu: „Der Klimawandel bereitet den wassergebundenen Lebewesen bei uns großen Stress. Problematisch sind etwa die Veränderungen beim Niederschlag.“ Es regnet seltener, dafür heftiger: „Das bedeutet die Trockenphasen werden länger, der Pegel sinkt, die Gewässer erhitzen noch leichter.“

Der Fischbestand geht rasant zurück: Kamen in den 1990ern auf einen Hektar Fließgewässer in der Steiermark etwa noch 200 Kilogramm Fisch-Biomasse (Gewicht aller Fische, die man in diesem Bereich fangen hätte können), so sind es heute nur noch 30 Kilogramm - in der Enns sogar nur noch gut 15 Kilo. Bachforelle und Äsche sind jetzt schon aus einigen Gewässern verschwunden - andere Arten könnten bald folgen.

Doch nicht nur die Erwärmung stellt sich für die Fische als Bedrohung dar, sondern auch die Vermehrung so genannter Prädatoren, also natürlicher Feinde: „Ende der 1990er gab es an der Enns etwa den Zuzug des Kormorans, der vieles leergefressen hat. Der Fluss hat sich bis heute nicht davon erholt“, sagt Ebensperger.

Vielerorts ist der Fischotter das größte Problem, wie Züchter Helfried Reimoser berichtet: „Wir haben jährlich bis zu eine Tonne Verlust. Der Fischotter ist ein verspieltes Tier, das heißt, den Großteil davon frisst er nicht einmal.“ Reimoser kennt auch Statistiken, wonach der Otter täglich bis zu zwei Tonnen Fisch in der Steiermark „vernichtet“, und fordert ein professionelles Fischotter-Management.

Johannes, am 4.8.2019






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