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NEUES LEBEN FĂR MALZZUCKERL
Wilhelm Kirstein, Ă€ltester Jungunternehmer Ăsterreichs und Urenkel des Erfinders des Malzzuckerls, will die Traditionsmarke vor dem Vergessen bewahren Wilhelm Kirstein ist der Blockmalz-Mann. Er war es, als sein GroĂvater das dunkle, malzige Zuckerl Kindern weit ĂŒber die Grenzen Ăsterreichs hinaus schmackhaft machte. Und er blieb es, als sein Vater den Traditionsbetrieb, ohne die Familie in das Vorhaben einzuweihen, an die Konkurrenz verkaufte, infolgedessen die Marke unter wechselnden EigentĂŒmern dem Vergessen anheimfiel. "Ich wurde ins ZuckerlgeschĂ€ft hineingeboren, und dieses lieĂ mich nie wieder los. Mein GroĂvater hat die Marke Kirstein wohl fĂŒr mich erfunden."
Kirstein war Anfang 30, als sein Vater in den 70er- Jahren sĂ€mtliche Anteile und Markenrechte an der Fabrik an Englhofer verĂ€uĂerte. "Ich wollte damals in schnellere Maschinen investieren, die Produktion in Zuckerln und Gummiwaren aufteilen." Er hĂ€tte damit Erfolg und bis heute Bestand gehabt, trotz aufstrebender deutscher SĂŒĂwarenriesen wie Haribo, ist sich Kirstein sicher. "Doch ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt. Es war, als wĂ€re ich im falschen Film." Kirstein wechselte als Manager in die internationale Industrie, arbeitete fĂŒr Energiekonzerne wie die finnische Neste Oyi, lebte im Ausland â ohne dabei jedoch das Gedeih des Milchzuckerls aus den Augen zu verlieren. Er wartete ab. Mehr als 40 Jahre lang. Bis sich ĂŒber einen geschickten Schachzug die Gelegenheit ergab, wichtige Markenrechte rund um das Wiener Blockmalz zurĂŒckzuholen. Das war 2017. Nun ist er 78 und der vermutlich Ă€lteste Jungunternehmer des Landes. Als Start-up bezeichnet sich Kirstein nicht, lieber sieht sich der gelernte Konditor und Chocolatier als Arrangeur, der zwischen Vertriebs- und Produktionspartnern die FĂ€den zieht.
Der Wiedereinstieg war leichter als gedacht, erzĂ€hlt er. Denn kleine FachhĂ€ndler hĂ€tten das Aufleben des Traditionszuckerls freudig begrĂŒĂt. Als harte Nuss erweisen sich freilich groĂe SupermĂ€rkte, in die sein MalzmĂ€nnchen bislang keine Zehe bekam. "Aber damit bin ich in guter Gesellschaft. Auch Red Bull brauchte fĂŒr eine Listung zwei bis drei Jahre." Kirsteins UgroĂvater Ludwig erzeugte vor 140 Jahren als BĂ€cker erste Malzzuckerln. Dessen Sohn Emil schuf in Wien 1912 dafĂŒr eine Fabrik, die auf bis zu 200 Mitarbeiter heranwuchs. Der sĂŒĂe Markt war eine boomende Branche und der GroĂvater ein gewiefter, leidenschaftlicher GeschĂ€ftsmann, erinnert sich sein Enkel. "Er hatte eine der modernsten Zuckerlfabriken Europas â mit einer Marke so stark wie Manner." An jedem Bahnhof Ăsterreichs sei der Malzmann groĂflĂ€chig plakatiert gewesen. Ăber Lizenznehmer fand er den Weg bis Barcelona. "Ein spanisches Kirstein-Sackerl hĂŒte ich bis heute wie meinen Augapfel."
Emil Kirstein starb, sein Sohn verkaufte an den Grazer Fabrikanten Englhofer, der 1997 wiederum unter das Dach von NestlĂ© kam. Wenig spĂ€ter holte sich die deutsche SĂŒĂwarengruppe Storck das Zuckerl. Es duellierte sich bei ihr mit der Marke "Werther's Echte", zog den KĂŒrzeren und ward bald im Handel nicht mehr gesehen. Dass der gesamte Zuckerlmarkt seine goldenen Zeiten weit hinter sich hat, schreckt den Urenkel des GrĂŒnders nicht ab. "Schrumpfen â was fĂŒr ein grausliches Wort." Er lĂ€sst das Blockmalz â "ein Hausmittel gegen Hustenreiz" â in drei Sorten bei einem bayerischen Familienbetrieb produzieren und ĂŒber die Salzburg Schokolade vertreiben. "Einige hundert HĂ€ndler" in Ăsterreich und Bayern nahmen sie in ihr Sortiment auf, einzelne Lieferungen gehen bis nach Fernost.
Gewinne werfen die Zuckerln keine ab, was aber nach erst zwei Jahren nicht wirklich verwunderlich sei, sagt Kirstein. Was ihn mehr sorgt, ist der Blick in die Zukunft: Rein statistisch gesehen, lebe er ja gar nicht mehr. "Falle ich um, ist die Marke weg." Seine Kinder schĂ€tzten zwar sein neues Engagement als Unternehmer, sie stiegen aber eher nicht in seine FuĂstapfen. Also hĂ€lt er nach starken Partnern wie Lindt oder NestlĂ© Ausschau, wie auch nach jungen Leuten, denen die Marke lieb sei und "die das Know-how eines alten Kerls wie mich brauchen können".
(blockmalz.at)
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BURGER KING STELLT VEGGIE-WHOPPER MIT FLEISCHGESCHMACK VOR
Die US-Kette bringt einen fleischlosen Burger auf den Markt. Auch in Ăsterreich wird es die pflanzliche Version geben. Die Fast-Food-Kette Burger King bietet in den USA seit dieser Woche eine fleischlose Variante seines jahrzehntealten Kassenschlagers Whopper an, die dem Original im Gegensatz zu frĂŒheren Veggie-Versionen zum Verwechseln Ă€hneln soll. Mit dem "Impossible Whopper" will Burger King trotz des Verzichts auf Fleisch den Massengeschmack treffen.
"Ich habe hohe Erwartungen, dass das ein groĂes GeschĂ€ft wird - nicht nur ein Nischenprodukt", sagte Marketing-Chef Fernando Machado zu Wochenbeginn der New York Times. Seinen Angaben zufolge fĂ€llt es nicht nur Kunden schwer, die fleischlose von der konventionellen Variante zu unterscheiden, sondern auch Mitarbeitern, die den Burger in- und auswendig kennen.
Der "Impossible Whopper" besteht dabei vor allem aus Proteinen aus Sojabohnen und ErdÀpfeln, Kokos- und Sonnenblumenöl sowie HÀm, eine eisenhaltige Verbindung, die auch in roten Blutkörperchen vorhanden ist und im Burger Textur, Farbe und Geschmack von Fleisch simulieren soll.
Bisher ist der fleischlose Whopper nur in einigen dutzend Schnellrestaurants in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri verfĂŒgbar. Möglichst schnell soll das Angebot dem Unternehmen zufolge aber ausgeweitet werden.
Burger King arbeitet bei seinem Vorstoà mit dem kalifornischen Startup Impossible Foods zusammen, das pflanzliche Fleischprodukte ohne Tierbestandteile herstellt und seine Produkte noch in diesem Jahr auch in SupermÀrkten anbieten will.
Der weltweite Fleischkonsum gilt nicht zuletzt wegen des enormen FlĂ€chenverbrauchs fĂŒr die Viehhaltung und den Anbau von Futtermitteln fĂŒr die Tiere als ein bedeutender Faktor bei der ökologischen Belastung des Planeten.
WĂ€hrend Sojaburger grundsĂ€tzlich schon seit langem bei zahlreichen Anbietern im Programm sind, soll der technologische Fortschritt die Ersatzprodukte nun immer nĂ€her an die bei Verbrauchern beliebten Weckerl mit gegrillter Fleischeinlage heranreichen lassen. Dem Schweizer Lebensmittelriesen Nestle zufolge suchen Verbraucher "nach verschiedenen Wegen, ihre Protein-Aufnahme zu genieĂen und auszubalancieren und den ökologischen FuĂabdruck ihrer ErnĂ€hrung zu verringern".
Der Konzern Ă€uĂerte am Dienstag die EinschĂ€tzung, dass sich dieser Trend fortsetzen werde. Er stellte PlĂ€ne fĂŒr einen zu 100 Prozent auf pflanzlichen Inhaltsstoffen basierenden "Incredible Burger" vor, der bereits im April in acht europĂ€ischen LĂ€ndern - darunter auch Ăsterreich und Deutschland - verfĂŒgbar sein soll.
Auch dieser Veggie-Burger soll sich fĂŒr Kunden kaum vom traditionellen Pendant unterscheiden. Nestle zufolge soll er bei der Zubereitung sogar dasselbe brutzelnde GerĂ€usch wie die konventionellen Fleischscheibe von sich geben. Der niederlĂ€ndisch-britische Konkurrent Unilever hatte indes bereits im Dezember den Kauf der Marke "De Vegetarische Slager" ("Der vegetarische Fleischer") verkĂŒndet.
(kurier.at)
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COCA-COLA UND ALMDUDLER STREITEN UM BESSERE LIMO
Nach Ende der langjĂ€hrigen AbfĂŒll- und Vertriebspartnerschaft mit Almdudler hat der GetrĂ€nkekonzern Coca Cola seit Februar in Ăsterreich nun eine eigene KrĂ€uterlimonade im Programm. Coca Cola will mit dem Kinley KrĂ€uter Kracherl nach eigenen Angaben âden österreichischen GetrĂ€nkemarkt aufmischenâ. Almdudler-Chef Gerhard Schilling ortet eine âemotionale Reaktionâ des Ex-GeschĂ€ftspartners.
âBei rationaler Ăberlegung hĂ€tte ein professioneller globaler Konzern jedoch keine Kopie einer starken und in Ăsterreich seit vielen Jahrzehnten tief verankerten Marke auf den Markt gebracht, zumal die Ăsterreicher ja eindeutig Almdudler bestellen und nicht irgendeine KrĂ€uterlimonadeâ, so Schilling in einer Stellungnahme.
Almdudler war offenbar nicht mehr mit der Vertriebsleistung des globalen GetrĂ€nkekonzerns zufrieden. âFĂŒr Coca-Cola war die bekannte, österreichische Marke Almdudler ein wichtiger TĂŒröffner in der österreichischen Gastronomie, aber beim erweiterten Sortiment gab es ZurĂŒckhaltungâ, meinte Schilling. Almdudler bietet zahlreiche Varianten seiner Original-KrĂ€uterlimonade an, unter anderem Bio, Zuckerfrei, Himbeere, Grapefruit, Holunder und auch das BiermischgetrĂ€nk Almradler. Seit Anfang 2018 hat der Wiener Limonadenhersteller auch das Cola-Orangenlimo-MixgetrĂ€nk Spezi im Programm.
Coca Cola bewirbt seine neue Limonade mit einem selbstbewussten Werbespruch: âNicht ganz objektiv betrachtet die beste KrĂ€uterlimo Ăsterreichs.â In der Gastronomie ist die KrĂ€uterlimonade von Coca Cola bereits an 1.300 Orten erhĂ€ltlich, unter anderem im Falkensteiner Hotel Wien und Hotel Imperial sowie bei Autogrill und Landzeit. âDas Interesse an Kinley KrĂ€uter Kracherl in der Gastronomie ist enormâ, vermeldete der Vertriebsdirektor bei Coca-Cola HBC Ăsterreich, Herbert Bauer, anlĂ€sslich der MarkteinfĂŒhrung. âIm Handel befinden wir uns derzeit noch in der finalen Listungs-Abstimmung mit unseren Partnernâ, hieĂ es von Coca Cola HBC Ăsterreich. In den österreichweit rund 700 GetrĂ€nkeautomaten von Coca Cola wurde Almdudler bereits durch das Kinley KrĂ€uter Kracherl ersetzt.
Almdudler verstĂ€rkt nun seine Marketing- und VertriebsaktivitĂ€ten vor allem im Bereich Gastronomie und will seine österreichischen Wurzeln noch stĂ€rker betonen. âDas Produkt, die Marke sowie das Unternehmen Almdudler sind zu 100 Prozent in Familienbesitz. Internationale Konzerne können diesen Ursprung aus Ăsterreich bei allen BemĂŒhungen nicht glaubhaft darstellenâ, so der Almdudler-Chef.
(krone.at)
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EU WILL VEGGIE-BURGER UND SOJASCHNITZEL VERBIETEN
Veggie-Burger, Seitansteaks, Sojaschnitzel & Co könnten schon bald Geschichte sein. Zumindest wenn es nach einer neuen EU-Idee geht. Wie der "The Guardian" berichtet, möchte das EU-Parlament Bezeichnungen fleischloser Produkte neu regeln. Konkret sollen sich pflanzliche Lebensmittel (bzw. Gerichte) kĂŒnftig nicht mehr der traditionellen Bezeichnungen von Fleischprodukten â etwa Steak oder WĂŒrstel â bedienen dĂŒrfen.
FĂŒr Milchprodukte besteht eine solche Regelung bereits sei 2017, fĂŒr Fleisch und Wurst wird ein entsprechender Plan schon lĂ€nger diskutiert und ist im Agrarausschuss des Europaparlaments nun mit groĂer Mehrheit angenommen worden.
"Wir sollten das Wort 'Steak' auch fĂŒr ein richtiges Steak verwenden", erklĂ€rte dazu der französische Abgeordnete Eric Andrieu. Die Verwendung der Bezeichnung tierischer Produkte fĂŒr pflanzliche sei "irrefĂŒhrend", so das Argument der BefĂŒrworter der entsprechenden EU-Richtlinie.
Bis das Verbot tatsĂ€chlich umgesetzt wird, dauert es aber noch. Immerhin mĂŒssen die PlĂ€ne zunĂ€chst auch noch im Parlament Zustimmung finden. Wenn das Namensverbot, wie es ein solches in Frankreich beispielsweise schon gibt, aber kommt, ist KreativitĂ€t gefragt. Laut "Guardian" kursieren bisher eher wenig ĂŒberzeugende Alternativbegriffe, etwa "Veggie-Disk" statt "Veggie-Burger".
Kritik an dem neuesten Vorhaben kommt bereits von Greenpeace und Birdlife, die darin einen Schlag gegen nachhaltige Lebensmittel ortet.
Die britische GrĂŒnen-Parlamentarierin Molly Scott Cato sieht in einer solchen Regelung eine Chance fĂŒr pflanzliche Hersteller, um endlich damit aufhören zu können, "Vorbildern aus der Fleischwelt nachzueifern" und eigene Begrifflichkeiten zu etablieren.
(heute.at)
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REZEPT-FUND IN ALTEM AIDA-TRESOR: WER HAT DIE CREMESCHNITTE ERFUNDEN?
Nachdem ein verschollen geglaubtes Rezept entdeckt wurde, beansprucht Aida den Ursprung der sĂŒĂen Kreation fĂŒr sich. Seit ĂŒber 100 Jahren finden Naschkatzen in den Aida-KultcafĂ©s alles, was das Herz begehrt. Besonders beliebt im SĂŒĂspeisen-Sortiment: die Cremeschnitten. Diese werden nach einem geheimen Rezept in den Backstuben der Filialen zubereitet.
Bisher konnte kein Beweis fĂŒr den originĂ€ren Ursprung der Aida-Cremeschnitte erbracht werden, da man die Rezepte im Zuge des Zweiten Weltkriegs als vernichtet glaubte. Mit dem Fund alter Unterlagen im Herbst des vergangenen Jahres könnte sich das nun Ă€ndern. Im Keller der Aida-Filiale im ersten Wiener Gemeindebezirk wurden Unterlagen des GrĂŒnders Josef Prousek und seines Sohnes Felix aus den 1920er bis 1940er Jahren gefunden, die man als verschollen ansah. So wurden in der Bognergasse 3 etwa Rezepte, Dekorationen und Einkaufslisten entdeckt.
Eines der Rezepte ist eine handschriftliche Backanleitung der Aida-Cremeschnitte aus dem Jahr 1943. Dieses Rezept basiert auf mĂŒndlichen Ăberlieferungen Prouseks aus dem GrĂŒndungsjahr 1913. Das wiedergefundene Rezept deckt sich zur GĂ€nze mit jenem, das mĂŒndlich weitergegeben wurde.
"Dank dieses Rezepts erheben wir Anspruch auf die originĂ€re Cremeschnitte Ăsterreichs - ja womöglich sogar weltweit", sagt Junior-Chef Dominik Prousek. "Wir rufen ganz Ăsterreich und alle LĂ€nder der ehemaligen k. & k. Monarchie auf, gemeinsam mit uns nach dem Ă€ltesten Cremeschnitten-Rezept zu suchen. Meine Familie und ich sind sehr gespannt und freuen uns auf viele alte Rezepte und den aktiven Austausch mit Konditoren in ganz Europa."
Erste Recherchen vonseiten der Konditorei hĂ€tten ergeben, dass die berĂŒhmte Cremeschnitte aus dem Hotel Park in der Slowenischen Stadt Bled auf den Konditor Istvan Lukacevic und das Jahr 1953 zurĂŒckgeht. So finden sich weitere Kreationen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Serbien und RumĂ€nien sowie der Schweiz und anderen LĂ€ndern.
Immer wieder wird auf eine Verfeinerung eines Àlteren Rezeptes hingewiesen; so auch bei Josef Prousek, der 1913 seine Cremeschnitte aus der Konditor-Wiege hob. Den schriftlichen Beleg gibt es 30 Jahre spÀter aus dem Jahr 1943.
(kurier.at)
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JACKFRUCHT ALS FLEISCHERSATZ
Eine Frucht, die im rohen Zustand nach Fleisch schmeckt: Die deutsche Unternehmerin Julia Huthmann entdeckte bei ihrem Aufenthalt in Sri Lanka die Baumfrucht des kleinen Mannes und war begeistert. Seit vergangenem Jahr vertreibt sie diese in Dosen, heuer hofft sie auf den österreichischen Markt.
Judith Huthmann kann sich noch genau an ihren ersten Bissen erinnern. Die deutsche Unternehmensberaterin hatte in einem kleinen Lokal auf Sri Lanka ein vegetarisches Curry bestellt und war erbost in die KĂŒche gestĂŒrmt â sie dachte, sie hĂ€tte ein StĂŒck HĂŒhnerfleisch im Mund. Die Köchin klĂ€rte sie lachend auf: Das sei ein StĂŒck Jackfrucht gewesen. Das Erlebnis ging ihr nie aus dem Kopf, zurĂŒck in Deutschland sagte sie sich: "Wenn das keiner verkauft, mache ich das selber." Mittlerweile vertreibt sie ĂŒber ihre Firma Jacky F. seit einem Jahr die tropische Frucht geschĂ€lt in der Dose (StĂŒckpreis 3,59 Euro). DemnĂ€chst kommt ihr Produkt in den deutschen Einzelhandel und ein GroĂhĂ€ndler aus Ăsterreich meldete ebenso Interesse an.
Im reifen Zustand schmeckt die Jackfrucht sĂŒĂ wie eine Mischung aus Ananas, Banane und Mango, im unreifen Zustand tĂ€uscht ihre Konsistenz sogar Fleischessern vor, Pulled Pork oder HĂŒhnerfleisch zu sein â der KURIER berichtete ĂŒber die auĂergewöhnliche Baumfrucht des kleinen Mannes. Trendforscher glauben, dass die Jackfrucht kĂŒnftig wie Lupine, Sojabohnen und Weizengluten das Herz aller Veganer und Flexitarier erobern wird. SchlieĂlich wĂ€chst der Markt fĂŒr vegane Ersatzprodukte rasend schnell und die Lebensmittelindustrie lechzt nach Tofu-Alternativen, die sich zu WĂŒrstel und Fleischlaibchen formen lassen. Auch Menschen, die an einer Gluten-UnvertrĂ€glichkeit leiden, sehen in dem Obst eine Alternative.
(kurier.at)
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HALAL-FLEISCH BEKOMMT KEIN BIO-LOGO
Der EuropĂ€ische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass Halal-Fleisch kein europĂ€isches Bio-Logo verwenden darf. Der Grund dafĂŒr ist die Schlachtungsmethode. Denn bei der rituellen Schlachtung werden die Tiere nicht betĂ€ubt. FĂŒr den EuropĂ€ischen Gerichtshof erfĂŒllt diese Methode nicht die höchsten Tierschutzstandards.
Hintergrund der Debatte war ein Rechtsstreit in Frankreich. Ein Verband bestand darauf, dass das GĂŒtezeichen auf Halal-Fleischlaibchen verboten werden soll. Das französische Verwaltungsgericht wandte sich an den EuGH und wollte wissen, ob das Bio-Logo denn auf dem Fleisch von rituell geschlachteten Tieren erlaubt ist.
Der EuropĂ€ische Gerichtshof entschied, dass eine BetĂ€ubung zum Wohl des Tieres vorgenommen werden mĂŒsse. Bei einer rituellen Schlachtung wird auf diese jedoch verzichtet. Das Bio-Logo soll, "das Vertrauen der Verbraucher in als ökologisch/biologisch gekennzeichnete Erzeugnisse zu wahren und zu rechtfertigen", heiĂt es in der BegrĂŒndung. Im Fall des Halal-Fleisches könne man das nicht garantieren.
(heute.at)
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SILBERMEDAILLE FĂR SZIGETI-SEKT BEI DER MUNDUS VINI
Sechs Tage lang im Februar verkostete eine internationale Jury in Deutschland Weine und Schaumweine aus allen Anbaugebieten der Welt. Und was sich liest wie eine Mega-Party, ist in Wirklichkeit ein ebenso internationaler wie prestigetrÀchtiger Wettbewerb mit dem Namen MUNDUS VINI Spring Tasting.
Die prĂ€mierten Produkte genieĂen durch diese Auszeichnung hohes Ansehen bei Wein- und Schaumweinliebhabern.
Die Verkostung des Szigeti GrĂŒnen Veltliners Brut erfolgte am 24. Februar â die PrĂ€mierung vom Spring Tasting 2019 ist also top-aktuell, sowie der Sekt selbst auch, denn erst seit ein paar Tagen ist der GrĂŒne Veltliner Brut Jahrgang 2017 im Verkauf und trĂ€gt eine Silbermedaille.
(szigeti.at)
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RESTAURANT SERVIERT EICHHĂRNCHEN-LASAGNE
Vom Baum in den Ofen: Das schicke Restaurant Native im Londoner Ausgehviertel Borough Market serviert seit einiger Zeit Lasagne mit Grauhörnchenfleisch. Mit dem exotischen Gericht ist Chef Ivan Tisdall-Downes nicht nur eine Delikatesse gelungen. Er versucht damit gleichzeitig ein Problem zu lösen, das GroĂbritannien seit Jahren beschĂ€ftigt: die Eichhörnchenplage.
Graue Eichhörnchen wurden Ende des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika importiert, seit Jahren gefÀhrden sie die Population der einheimischen roten Eichhörnchen. Darum werden auch die zugereisten grauen Eichhörnchen bejagt.
Die Idee der Lasagne mit einer FĂŒllung aus Grauhörnchenfleisch ist daher nicht ganz neu: Der britische Starkoch Jamie Oliver prĂ€sentierte in seiner Kochsendung im Jahr 2015 bereits das Rezept fĂŒr eine Eichhörnchenpastete.
Der Supermarkt Budgens in Nordlondon verkauft zudem seit neun Jahren Eichhörnchenfleisch. Als er damit anfing, hatte Supermarkt-Leiter Andrew Thornton mit dem Ărger der TierschĂŒtzer zu kĂ€mpfen. Dabei sei das Fleisch ein ökologisch korrektes Nahrungsmittel, verteidigte der Metzger damals sein Produkt. Eichhörnchen brĂ€uchten nicht wie Rinder tonnenweise Getreide fĂŒr ihre ErnĂ€hrung, meinte Thornton.
Inzwischen scheint sich die Empörung bei den UmweltschĂŒtzern gelegt zu haben. Die Organisation Greenhouse postete auf Twitter das Rezept von Native-Chef Ivan Tisdall-Downes und stellte dazu die Frage: "Könnten graue Eichhörnchen angesichts einer steigenden Nachfrage nach Wildfleisch und einer schwindenden Population roter Eichhörnchen die ultimative, nachhaltige Fleischlösung sein?"
(heute.at)
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ESSBARER BIO-ANSTRICH VERDOPPELT HALTBARKEIT VON OBST
Das in Kalifornien beheimatete US-Start-up Apeel Sciences hat eine Beschichtung fĂŒr frisches Obst und GemĂŒse entwickelt, die das Verfaulen deutlich verlangsamt, berichtet die Technology Review. Die Beschichtung besteht aus AbfĂ€llen aus der Verarbeitung von Obst und GemĂŒse. Enthalten sind unter anderem Schalen und Samen. Die AbfĂ€lle werden pulverisiert. Unter Zugabe von Wasser wird daraus die essbare Beschichtung hergestellt. Weitere Zusatzstoffe sind laut Apeel nicht notwendig. Das Start-up wird finanziell von der "Bill und Melinda Gates Stiftung" finanziert.
Die entstehende FlĂŒssigkeit kann mit einem Pinsel oder SprĂŒhgerĂ€t auf frisches Obst oder GemĂŒse aufgetragen werden. Danach muss der "Anstrich" trocknen. Die so entstehende Schutzschicht verhindert, dass Wasser verloren geht und dient als Barriere gegen oxidierenden Sauerstoff. Eine Wassermelone, die ohne Schutzschicht einen Monat lang hĂ€lt, soll mit der Beschichtung mindestens zwei Monate lang genieĂbar bleiben. Der Verzehr der zweiten Haut aus Obst- und GemĂŒseabfĂ€llen ist laut Apeel unbedenklich. In Europa sollen in KĂŒrze Avocados mit der Apeel-Beschichtung in den Handel kommen.
(futurezone.at)
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NESQUIK-KAKAOPULVER FĂLLT IM TEST DURCH
Das deutsche Verbrauchermagazin âĂko-Testâ hat verschiedene Kakaopulver fĂŒr Kinder untersucht. Ein Produkt fiel wegen einer besonders hohen Schadstoffbelastung durch: Nesquik des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestle.
Insgesamt wurden 13 kakaohaltige GetrĂ€nkepulver fĂŒr Kinder ins Labor geschickt. In vier der getesteten Produkte wurden âerhöhteâ oder âstark erhöhteâ Mineralölkohlenwasserstoffe, kurz MOSH/POSH, gefunden. Diese können durch die Verpackung direkt in die Lebensmittel gelangen. Eine Verunreinigung mit Schmierölen könnte auch wĂ€hrend der Herstellung auftreten. So sind beispielsweise JutesĂ€cke, in denen die Kakaobohnen transportiert werden, oft mit Mineralölen imprĂ€gniert.
Am stĂ€rksten verunreinigt war der Kakao Nesquik. Auch die Dosierungsempfehlung des sehr zuckrigen GetrĂ€nkepulvers bemĂ€ngelten die Tester. AuĂerdem wies das Produkt kĂŒnstliche Vitamine auf.
Dieser Vitaminzusatz sei ĂŒberflĂŒssig und solle nur den Eindruck erwecken, dass es sich bei dem hauptsĂ€chlich aus Zucker bestehenden Kakao um ein gesundes Lebensmittel handle, so âĂko-Testâ. "Insgesamt raten wir deshalb mit dem Gesamturteil âungenĂŒgendâ von dem Produkt abâ, so die Tester.
(orf.at)
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US-FIRMA VERKAUFT "FLĂSSIGEN TOD" AUS ĂSTERREICH
Die Werbelinie ist durchaus kontrovers: Eine amerikanische Firma verkauft âösterreichisches Gebirgswasserâ unter dem Namen âLiquid Deathâ â also flĂŒssiger Tod. Nachsatz: âMurder your thirstâ â töte deinen Durst. Am Sujet mit dem Dosenwasser ist ein elektrischer Stuhl zu sehen. Auf einem zweiten Comic-Sujet schwingt ein kopfloser Muskelprotz eine Axt und lĂ€sst Köpfe durch die Luft fliegen. Das Wasser dazu stammt aus Oberösterreich â AbfĂŒller ist die Firma Starzinger mit Sitz in Frankenmarkt.
700.000 bis 800.000 Dosen Wasser hat Starzinger fĂŒr die amerikanische Firma laut eigenen Angaben seit Oktober abgefĂŒllt. âWir sind nur fĂŒr das Wasser und die AbfĂŒllung zustĂ€ndigâ, bemĂŒht man sich klar zu stellen. Die Werbelinie will man nicht kommentieren. âDazu können wir leider nichts sagen.â
Wie das Portal Beveragedaily berichtet, wollen die vier GrĂŒnder von âLiquid Deathâ ihr Wasser mit einem âcoolen Imageâ versehen. Beim Werbekonzept haben sich die kalifornischen FirmengrĂŒnder Energydrinks zum Vorbild genommen. âWir wollten im Gegensatz zu ungesunden Energydrink-Marken eine gesunde GetrĂ€nkemarke schaffen. Zudem machen wir uns ĂŒber das aggressive Marketing dieser Energydrinks lustig.â
Alles soll mit einem Facebook-Video begonnen haben, das als Witz gedacht gewesen sei. Gemeint ist wohl jenes Video, auf dem eine Waterboarding-Szene zu sehen ist â eine Foltermethode, die ertrĂ€nken simuliert und die unter anderem der amerikanische Geheimdienst CIA tatsĂ€chlich angewandt hat. Das Video wurde von einer Fachzeitschrift ausgezeichnet. Und die Macher fassten den Plan, tatsĂ€chlich ins Wasser-GeschĂ€ft einzusteigen.
Der Preis hat es in sich. Der Preis fĂŒr eine Wasserdose (500 ml) betrĂ€gt 1,85 Dollar (1,61 Euro) â im Direktversand. Es soll aber auch bei Partys, Konzerten und in Bars angeboten werden.
Warum das âtödliche Wasserâ ausgerechnet aus Ăsterreich kommt, erklĂ€rt man so: âHier haben viele Dinge einfach gepasst â dazu gehört auch die österreichische AbfĂŒllfirma. Es war ein glĂŒcklicher Zufall, einen derart groĂartigen Produzenten an einem so wunderbaren Ort zu finden.â
(kurier.at)
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WARUM FRANKFURTER DIE KLASSIKER UNTER DEN BALL-SNACKS SIND
Warum die Frankfurter der Klassiker unter den Ballsnacks ist, darĂŒber lĂ€sst sich nur spekulieren. FĂŒr Josef Bitzinger, der den legendĂ€ren WĂŒrstelstand bei der Albertina betreibt, gibt es viele GrĂŒnde. Der wichtigste: âSie hat in Wien Tradition, da steckt viel Emotion drin.â Hat doch schon Kaiser Franz Josef das WĂŒrstel gegessen â und zwar von Hand, wie es sich gehört.
âDas macht die Sache natĂŒrlich einfach â selbst Frack- oder SmokingtrĂ€ger können sie unfallfrei essenâ, schmunzelt Bitzinger. âEs spritzt nicht wie etwa eine KĂ€sekrainer.â Der Herr der WĂŒrstel liebt das Produkt, mit dem er seinen Lebensunterhalt verdient: âIch esse mehrere Male die Woche ein Paar. Es gibt bei uns eine Bandbreite an WĂŒrzen. Neben dem Klassiker Senf und Kren haben wir sĂŒĂen Senf, Ketchup oder eine selbst gemachte Currysauce â die schmeckt besser als in Berlinâ, sagt der Wiener stolz.
Die schlanke, gekrĂŒmmte Wurst sei als Ball-Snack auch deshalb so beliebt, weil sie einfach und schnell zuzubereiten ist. Wobei die Frankfurter bei Tanzveranstaltungen meist ein SacherwĂŒrstel ist. Der Unterschied? âSie ist lĂ€nger und auch schwerer, also 18 statt 10 Dekagrammâ, weiĂ der Wurstprofi.
Gleich bleibt die Rezeptur, zumindest was die Hauptzutaten angeht: eine Mischung aus Schweine- und Rindfleisch, die in einen Schafdarm gefĂŒllt und spĂ€ter gerĂ€uchert wird. Genau so wie es der Fleischhauer Johann Lahner bereits vor 200 Jahren gemacht hat, als er die Wurst in Wien erfunden und nach der Stadt benannt hat, in der er einst Geselle war.
In der Stadt am Main gab es bereits âFrankfurterâ â damals BratwĂŒrste von nur einer Fleischsorte. Das hatte einen schlichten Grund: Die Fleischhauer waren dort strikt in âSchweine- und Rindermetzgerâ getrennt. In den meisten Regionen Deutschlands heiĂen die Frankfurter deshalb bis heute Wiener, die Schweizer nennen sie liebevoll âWienerliâ, wĂ€hrend sie bei den Schwaben âSaitenâ heiĂen (Saitling ist der DĂŒnndarm des Schafs).
Daran denken die Damen und Herren natĂŒrlich nicht, wenn sie wĂ€hrend oder nach einem ausgelassenen Tanzabend genĂŒsslich in die Wurst beiĂen. Wie beliebt sie ist, zeigt diese Zahl: Allein auf dem Opernball werden rund 2500 Paar verdrĂŒckt ...
(kurier.at)
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MEERESTIERE FRISCH AUS DEM MOSTVIERTEL
Nachhaltige, regionale Garnelenzucht in Melk aus Liebe zur Umwelt und zum Geschmack. Peter Plutsch liebt Garnelen und er liebt die Umwelt. Weil er beides liebt, hat er gemeinsam mit seiner Frau Susanne die Vision entwickelt, eine Garnelenfarm in Melk (Niederösterreich) aufzubauen. âEs ist ein Crowdfunding-Projekt und wir suchen momentan Investoren, um das Ganze umzusetzen. Wir wollen noch heuer baulich beginnenâ, erzĂ€hlt Peter Plutsch. Im Sommer wurde der erste Versuch, Garnelen in Salzwasserbecken zu zĂŒchten, erfolgreich abgeschlossen. âWir haben Larven der White-Tiger-Garnelen aus Florida einfliegen lassen. Da sieht man nur zwei kleine Punkte bei diesen Postlarven. Die natĂŒrliche Aufzucht, ganz ohne Chemie, dauert in etwa sechs Monateâ, erklĂ€rt der 49-JĂ€hrige. Bei einem Fest im Sommer lieĂ das Ehepaar Plutsch dann Spitzengastronomen die ersten Mostviertler Garnelen probieren â das Resultat: âSie waren begeistert vom Geschmack und sich einig, dass sie noch nie so qualitativ hochwertige Garnelen verkocht und gegessen habenâ, sagt Peter Plutsch nicht ohne Stolz. Denn genau das will man erreichen: SpitzenqualitĂ€t, ohne die Umwelt durch Importe und zu belasten. âEin Knackpunkt war definitiv Fukushima. Ich esse sehr gerne Fisch und Meeresbewohner, aber jetzt sind sie neben der Belastung durch MĂŒll und Plastik auch noch verstrahlt, eine Alternative ist die eigene Zuchtâ, erklĂ€rt der Unternehmer.
Die Nachfrage ist da, da ist er sich sicher. Denn so etwas existiert nicht in Ăsterreich, nur in Deutschland gibt es eine Farm. Die Garnelen sollen absolut frisch, ohne tiefgekĂŒhlt zu werden, zu den Gastronomen oder direkt zum Konsumenten geliefert werden. âIn der FrĂŒh werden sie abgefischt und mittags haben sie sie dann am Teller, besser geht es nichtâ, erlĂ€utert er seine Vision. In Melk habe man den optimalen Standort gefunden, erzĂ€hlt Peter Plutsch. FĂŒr die Produktion der Garnelen soll eine Garnelenfarm, ein Betrieb mit 2000 Quadratmetern nahe der Autobahn-Anschlussstelle, errichtet werden. Ein Gesamtinvestitionsvolumen von 3,6 Millionen Euro ist projektiert. ZunĂ€chst sollen zwischen vier und zehn Mitarbeiter beschĂ€ftigt werden. âFĂŒr die Umsetzung brauchen wir jetzt noch ein paar Leute, die an die Idee glaubenâ, betont Peter Plutsch.
(kurier.at)
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ĂSTERREICH GING FĂR HEUER BEREITS DER FISCH AUS
Am 17. Januar war der österreichische âTag der FischabhĂ€ngigkeitâ. Das bedeutet, dass unser Land in weniger als einem Monat seine jĂ€hrlichen Fisch-Ressourcen verbraucht hat und nun auf Importe angewiesen ist. Der heimische Selbstversorgungsgrad liegt bei lediglich 5 Prozent. 95 Prozent des Bedarfs werden durch Einfuhren gedeckt.
âKein anderes europĂ€isches Land ist stĂ€rker von Fisch- und MeeresfrĂŒchte-Importen abhĂ€ngig als Ăsterreich. EingefĂŒhrt wird vor allem Meeresfisch. Die Ozeane sind jedoch hochgradig ĂŒberfischtâ, warnt Axel Hein, Meeresexperte des WWF. Nach Angaben der FAO sind rund 33 Prozent der weltweiten FischbestĂ€nde ĂŒberfischt und knapp 60 Prozent bis an nachhaltige Grenzen befischt. Noch dramatischer ist die Situation im Mittelmeer, dessen BestĂ€nde zu rund 80 Prozent ĂŒberfischt sind. Europa - der weltweit gröĂte Markt fĂŒr Fisch und MeeresfrĂŒchte - verbraucht weit mehr, als in eigenen GewĂ€ssern gefangen oder durch Fischzucht produziert werden kann.
Ăber die HĂ€lfte wird importiert. Der europĂ€ische âTag der FischabhĂ€ngigkeitâ fĂ€llt demnach auf den 9. Juli. Etwa 50 Prozent aller Einfuhren kommen aus EntwicklungslĂ€ndern, deren Bevölkerung in hohem MaĂe von Fisch als lebensnotwendige Nahrungs- und Einkommensquelle abhĂ€ngig ist. âWenn uns der Fisch nicht ausgehen soll, mĂŒssen wir die weltweite Fischerei und den Konsum in eine nachhaltige Richtung lenken. Leidtragende sind sonst vor allem Menschen in den Ă€rmsten Regionen der Weltâ, so Hein.
Gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch liegt Ăsterreich mit jĂ€hrlich 13,4 Kilogramm auf Platz 20 von 28 Staaten. Portugal (55,3 kg), Spanien (46,2 kg), Litauen (44,7 kg), Frankreich (34,4 kg) und Schweden (33,2 kg) haben die höchsten Verbrauchswerte in der EU. Zusammen machen diese fĂŒnf LĂ€nder etwa ein Drittel des europĂ€ischen Fischkonsums aus. Jeder europĂ€ische BĂŒrger verbraucht im Schnitt 22,7 kg Fisch und MeeresfrĂŒchte pro Jahr. Lediglich vier LĂ€nder, die ihren Eigenbedarf oder mehr produzieren, gelten als autark (Kroatien, Niederlande, Irland und Estland). 24 von 28 Mitgliedsstaaten sind auf Fischimporte zur Deckung der Nachfrage angewiesen.
Folgende LĂ€nder haben die gröĂte Import-AbhĂ€ngigkeit und entsprechend frĂŒhe FischabhĂ€ngigkeitstage: Ăsterreich (17. JĂ€nner), Slowenien (15. Februar), Slowakei (18. Februar), Belgien und Luxemburg (22. Februar), RumĂ€nien (29. Februar), Malta (31. MĂ€rz), Italien (6. April) und Litauen (30. April) fĂŒhren die Liste an. Es folgen Deutschland (4. Mai), Portugal (5. Mai) und Spanien (26. Mai). "Ob heimischer oder importierter Fisch, Verbraucher sollten diese Delikatesse maĂvoll konsumieren und sich unbedingt fĂŒr nachhaltige Produkte entscheiden."
(krone.at)
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JAPANISCHE SUSHI-KETTE ERSTEIGERTE THUNFISCH FĂR 2,7 MIO. EURO
Bei der traditionellen Neujahrs-Auktion in Tokio zahlte der Zanmai-Chef bewusst einen ĂŒberhöhten Preis fĂŒr einen 278-Kilo-Fisch. Der Chef der japanischen Sushi-Kette Sushi Zanmai, Kiyoshi Kimura, hat auch in diesem Jahr den teuersten Thunfisch der traditionellen Neujahrs-Auktion auf dem Tokioter Fischmarkt ersteigert. Kimura zahlte am Samstag stolze 333,6 Millionen Yen (2,7 Millionen Euro) fĂŒr den 278 Kilogramm schweren Thunfisch. "Der Preis war höher als eigentlich gedacht, aber ich hoffe, dass unsere Kunden diesen exzellenten Thunfisch essen werden."
WĂŒrde er den Preis an seine Kunden weitergeben, wĂŒrde ein Kilo Thunfisch bei Sushi Zanmai fast 10.000 Euro kosten. Doch Kimura nutzt die von allen japanischen Medien verfolgte Thunfischauktion vor allem als Werbung fĂŒr seine Restaurantkette. Er versucht jedes Jahr, den besten Roten Thun auf der Auktion zu ersteigern und damit landesweit Schlagzeilen zu machen.
In diesem Jahr fand die Versteigerung erstmals auf dem Fischmarkt im Stadtteil Toyosu statt - der VorgÀnger in Tsukiji hatte 2017 nach mehr als 80 Jahren geschlossen.
(kurier.at)
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KOCHLEGENDE KARL ESCHLBĂCK IST GESTORBEN
Kochlegende Karl Eschlböck nach schwerer Krankheit verstorben. Er war der erste Drei-Hauben-Koch Ăsterreichs und galt als "Urknall der gehobenen österreichischen KĂŒche": Karl Eschlböck (78).
Seinen kulinarischen Ruhm begrĂŒndete er im Restaurant "Mein Plomberg" und in den USA wurde er in Los Angeles als KĂŒchenchef des "Regency Club" fĂŒr seine Kochkunst bewundert. WeggefĂ€hrten und SchĂŒler bezeichneten ihn als "Intellektuellen" und "Gentleman" der HaubenkĂŒche, der schon auch einmal recht deutlich seine Meinung zum Besten gab - und zwar vollkommen unabhĂ€ngig vom Rang seines GegenĂŒbers. Sepp Forcher meinte erst vor sechs Wochen noch in den "Salzburger Nachrichten": "Karl Eschlböck hat trotz zahlreicher RĂŒckschlĂ€ge zeitlebens seinen makellosen Charakter bewahrt." Sein Handwerk lernte der in bescheidensten Nachkriegs-VerhĂ€ltnissen in Wien aufgewachsene Eschlböck unter anderem bei Paul Bocuse. Am französischen 3-Sterne-Koch faszinierte ihn der respektvolle Umgang mit Zutaten. "Bocuse konnte aus den angeblich minderwertigsten Fleischteilen noch Köstlichkeiten zaubern", erklĂ€rte Eschlböck. Der modernen KĂŒche stand er bis zuletzt skeptisch gegenĂŒber. Als etwa alle Welt die MolekularkĂŒche bewunderte, meine er nur trocken: "Sie wird ihrer Natur gemÀà im Abgang explodieren ..."
Am 8. Dezember verstarb Karl Eschlböck morgens nach neunmonatiger schwerer Krankheit still und leise im Kreis seiner Familie.
(sn.at)
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âSMARTWATERâ ERHĂLT DEN GOLDENEN WINDBEUTEL 2018
Das âvon Wolken inspirierteâ sogenannte âSmartwaterâ von Coca-Cola gewinnt den Goldenen Windbeutel 2018. Ein schnödes Mineralwasser, aufgemotzt mit einem ernĂ€hrungsphysiologisch vollkommen unnĂŒtzen Verfahren â aber dafĂŒr bis zu siebenmal teurer als ein herkömmliches Mineralwasser. Fast 70.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich in diesem Jahr an der Abstimmung zum Goldenen Windbeutel. Etwa ein Drittel wĂ€hlte das âSmartwaterâ zur dreistesten WerbelĂŒge des Jahres.
Coca-Cola bewirbt sein Produkt âSmartwaterâ als âdampfdestilliertes natĂŒrliches Mineralwasser fĂŒr einen klaren, frischen Geschmackâ. Hinter WerbesprĂŒchen wie âvon Wolken inspiriertâ steckt ein simpler Vorgang: Das Wasser wird zuerst verdampft und dann wieder aufgefangen, verloren gegangene Mineralstoffe werden spĂ€ter kĂŒnstlich wieder hinzugefĂŒgt. Das Verfahren ist ein ernĂ€hrungsphysiologisch völlig unnĂŒtzer Trick, den Verbraucherinnen und Verbraucher teuer bezahlen: Mit 1,65 Euro pro Liter ist das âSmartwaterâ bis zu sieben Mal teurer als normales Mineralwasser.
âCoca-Cola betreibt dreiste Verbraucherabzocke mit dem Grundnahrungsmittel Nummer Eins. Um den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen, hat sich Coca-Cola ein hanebĂŒchenes Bearbeitungsverfahren ausgedacht, das wissenschaftlich klingt, aber völlig unsinnig ist. Das âSmartwaterâ ist einfach nur ein schnödes Wasser, teuer verkauft. Der Einzelhandel verdient an den wolkigen Werbeversprechen krĂ€ftig mit â damit muss Schluss sein. Die HĂ€ndler mĂŒssen das Coca-Cola-Mogelprodukt aus den Regalen rĂ€umen.â sagt Sophie Unger, Wahlleiterin beim Goldenen Windbeutel 2018
Bisherige Windbeutel-PreistrĂ€ger waren unter anderem der Trinkjoghurt Actimel von Danone (2009), die Milch-Schnitte von Ferrero (2011) und ein Instant-Tee fĂŒr Kinder von Hipp (2012). Vergangenes Jahr ging der Negativpreis an einen ĂŒberzuckerten Babykeks der Firma Alete.
(foodwatch.org)
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EDELKREBS IST ĂSTERREICHS WASSERTIER DES JAHRES 2019
Der Edelkrebs (Astacus astacus) ist Ăsterreichs Wassertier des Jahres 2019. Einst weit verbreitet, sind die EdelkrebsbestĂ€nde hierzulande nahezu erloschen, informierte der oberösterreichische Landesfischereiverband am Mittwoch in einer Aussendung. Diese Diagnose treffe auf alle heimischen Krebsarten zu, weshalb die Wahl zum Fisch des Jahres auf die wirbellosen GewĂ€sserbewohner ausgedehnt wurde.
GewĂ€sserverunreinigungen und -verbauungen, aber vor allem die Krebspest und die Konkurrenz durch landesfremde Krebse gelten demnach als Ursachen fĂŒr die drastischen RĂŒckgĂ€nge der heimischen EdelkrebsbestĂ€nde. Es sei geradezu "sonderbar, dass der Edelkrebs, als WĂ€chter der GewĂ€sserhygiene, selbst einer Seuche erliegt". Insbesondere der ĂŒberaus aggressive Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus), der zudem in direkter Konkurrenz um Nahrung und Lebensraum mit den heimischen Krebsarten steht, wird fĂŒr die Ausbreitung der Krebspest verantwortlich gemacht.
Die Krankheit kann zudem ĂŒber andere Wassertiere und durch jeden Gegenstand, der in Kontakt mit infiziertem Wasser gestanden hat, verbreitet werden. "AngelgerĂ€te, Watschuhe und -hosen, Boote und dergleichen sollten deshalb unbedingt desinfiziert oder vollstĂ€ndig getrocknet werden, bevor diese in einem anderen GewĂ€sser wieder zum Einsatz kommen", riet der Fischereiverband. Mit der Wahl zum Wassertier des Jahres möchten der Ăsterreichische Fischereiverband und die LandesfischereiverbĂ€nde, unter Mitwirkung des Bundesamtes fĂŒr Wasserwirtschaft und des Kuratoriums fĂŒr Fischerei, die jeweilige Art und deren Lebensraum ins allgemeine Bewusstsein bringen, hieĂ es in der Aussendung.
(kurier.at)
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LE CREUSET ERĂFFNET ERSTEN STORE IN ĂSTERREICH
Wien ist wieder um einen Hotspot fĂŒr Gourmets reicher: Das bunte gusseisernen Kochgeschirr des französischen Unternehmens Le Creuset ist in die Tuchlauben 17 eingezogen.
Beliebt und oft kopiert: Le Creuset, der französische MarktfĂŒhrer in puncto gusseisernem Kochgeschirr, hat in der Wiener Innenstadt seinen ersten Markenshop Ăsterreichs eröffnet.
Auf 50 Quadrametern wird in der Tuchlauben 17 das komplette Sortiment von unterschiedlichen Auflaufformen zum Kochen und Backen, Geschirr zum Servieren und Aufbewahren sowie Aluminium-Pfannen und -Töpfe geboten. Im Mittelpunkt steht aber das berĂŒhmte emaillierte Kochgeschirr aus Gusseisen und somit ein echter Bestseller: Der klassische BrĂ€ter ist auch nach ĂŒber 90 Jahren fĂŒr Kenner und Liebhaber ein Synonym fĂŒr anspruchsvolle Koch- und Tischkultur. Zur ursprĂŒnglichen Farbe Ofenrot kamen im Laufe der Jahre viele weitere hinzu. Aktuell eine limitierte Kollektion in Schwarz, bei der die mattierten und glĂ€nzenden Elemente umgekehrt wurden.
(heute.at)
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