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SUPERFOOD: LEINSAMEN & LEINÖL

Die lateinische Bezeichnung Linum usitatissimum bedeutet übersetzt "äußerst nützlicher Lein". Das Gewächs, auch Flachs genannt, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Schon um 5000 v. Chr. wurde Lein angebaut. Die Flachsfasern verarbeitete man zu Stoffen. Bis ins 18. Jahrhundert galt Leinen als der wichtigste Textilrohstoff. Später wurde er durch Baumwolle und synthetische Fasern abgelöst. Leinsamen, ebenso wie das daraus gewonnene Leinöl, diente bereits im antiken Griechenland als Heilmittel gegen vielerlei Beschwerden.

Lein (Linum usitatissimum) wird etwa einen Meter hoch und besitzt einen aufrechten, im oberen Teil verzweigten Stängel. Die Blätter stehen wechselständig zueinander, haben eine glatte Oberfläche und sind schmal-lanzettlich geformt. Die Blüten sind fünfzählig und leuchten himmelblau. Die Frucht ist eine rundliche Kapsel, die mehrere bräunlich glänzende Samen enthält. Lein gehört zu den Leingewächsen (Linaceae) und blüht zwischen Juni und August. Er wird weltweit als Kulturpflanze angebaut. Die genaue Herkunft ist bislang unbekannt.

Der Leinsamen ist sehr vielfältig und kann gegen zahlreiche Erkrankungen wie bei Störungen des Magen-Darm-Trakts (Verstopfung), bei Schmerzen aller Art und bei Hauterkrankungen eingesetzt werden. Die Inhaltsstoffe dieser Pflanze haben eine beruhigende, harntreibende, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung auf den Körper.

Diese Pflanze kann bei Gallenbeschwerden (Gallensteine), Verstopfung, Geschwüren, Drüsenschwellungen, Furunkel, Gürtelrose, Halsschmerzen, bei einem Hautaussschlag, Heiserkeit, Gesichtsneuralgien, Ischias, Kehlkopfentzündung, Sodbrennen, Übelkeit, Brechreiz, Reizdarmsyndrom, Krebsvorbeugung, Menstruationsbeschwerden, Gastritis, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Rheuma, Schnupfen, Schuppenflechte, Unterleibsschmerzen, Zahnschmerzen, Asthma, Harnblasenreizung, Heuschnupfen, bei chronischen Durchfall und bei einer Zungenlähmung eingesetzt werden.

Für die Anwendungen werden die oberirdischen Pflanzenteile sowie die Samen herangezogen. Aus diesem Samen wird das wertvolle Leinöl gewonnen.

Der Leinsamen enthält folgende Stoffe: Aminosäuren, Ballaststoffe (100 Gramm Leinsamen enthalten 36 Gramm Ballaststoffe), cyanogene Glykoside, Lignanglykoside, Linol- und Linolensäure, Schleimstoffe, Phosphatide, Proteine (mit einem Anteil von 20 Prozent), Sterole, Triterpene, Mineralstoffe (Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen), Vitamin E und ungesättigte Fettsäuren.

Diese Wirkstoffe wirken abführend, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend auf den Körper.

Zudem wird die Verdauung reguliert, Menstruations- und Magenbeschwerden können gelindert werden, das Hautbild kann sich verbessern, die Atemwege werden befreit und beruhigt und Leinsamen bildet eine Schutzfunktion für den gesamten Körper. Die Ballaststoffe des Leinsamens enthalten reichlich Lignanen, die krebshemmend wirken.

Empfehlenswert ist, Leinsamen auch kontrolliertem Anbau zu kaufen, da immer wieder hohe Schadstoffrückstände gefunden werden.

Um den täglichen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren mit Hilfe von Leinöl zu decken, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann man das Leinöl pur einnehmen, empfehlenswert sind zwei Esslöffel vor dem Frühstück, dies ist gerade bei einer trägen Verdauung sinnvoll.

Wenn man den Geschmack des Leinöls gar nicht ertragen kann, muss man trotzdem nicht auf die vielen positiven Effekte verzichten. In diesem Fall nimmt man zweimal am Tag zwei Leinöl-Kapseln mit etwas Wasser ein.

Natürlich kann man das hochwertige Leinöl auch einfach für die Zubereitung von Speisen oder Smoothies verwenden. Leinöl eignet sich hervorragend für ein Salatdressing, man kann aber auch Gemüse oder einen Obstsalat damit verfeinern, in der Küche ist das Öl äußerst vielseitig einsetzbar.

Leider ist das naturbelassene Leinöl sehr instabil, es kann sogar noch im Körper oxidieren. Dies kann man verhindern, indem man schwefelhaltige Aminosäuren zur gleichen Zeit zu sich nimmt, zum Beispiel in Form von Milchprodukten wie Quark. Solche Aminosäuren sind außerdem in Zwiebeln, Paprika, Bärlauch, Lauch, Knoblauch und Schnittlauch enthalten oder in den Getreidesorten Buchweizen, Amaranth und Hirse.

Häufig hört man, dass Leinöl giftig sein könnte, da es Blausäure enthält. Es kommt jedoch immer auf die Dosierung an, man müsste schon täglich mindestens 100 ml von dem Öl zu sich nehmen, damit es zu irgendwelchen Vergiftungserscheinungen kommt.

Leinöl ist nicht gleich Leinöl, beim Kauf sollte man also unbedingt auf ein qualitativ hochwertiges Produkt achten. Die Abfüllung muss unbedingt direkt nach der Pressung so erfolgen, dass kein Sauerstoff an das Öl gelangt, danach ist eine kühle Lagerung wichtig. Nicht nur Sauerstoff wirkt sich negativ auf die Qualität des Leinöls aus, sondern auch Licht, weshalb eine Abfüllung in Dosen oder dunkle Flaschen wichtig ist. Ein hochwertiges Leinöl zeichnet sich auch dadurch aus, dass nur die Saat aus biologischem Anbau verwendet wird.

Wie bei allen gesunden Lebensmitteln, sollte auch das Leinöl so naturbelassen wie möglich sein, demnach sollten die Trübstoffe noch vorhanden sein. Es ist empfehlenswert, das Leinöl im Gefrierschrank aufzubewahren, es bleibt bis zu einer Temperatur von -20 Grad flüssig, so kann man es besonders lang aufbewahren. Hat man den Behälter einmal geöffnet, muss der Inhalt innerhalb von vier Wochen aufgebraucht werden, die Aufbewahrung erfolgt nach dem Öffnen im Kühlschrank.

[Quelle & Bilder: Wikipedia, Pixelio, Fit & Gesund, Zentrum der Gesundheit]




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LINKS



Leinsamen (wikipedia.org)
Leinöl (wikipedia.org)
Leinöl - Das Omega 3-Kraftpaket (zentrum-der-gesundheit.de)
Von Leinöl bis Cannabisöl: Gesunde Öle ... (heil-verzeichnis.de)



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